Ein Projekt von: aktuell.ru, RIA Nowosti und Echo Moskaus
Tagebuch - Deutsche Erinnerungen
Dr. Rudolf Fehlauer erzählt

Bereits am 5.Juli 1944 geriet ich (*1922) als Kompanieführer in russische Kriegsgefangenschaft. Zunächst war ich im Offizierslager Grjasowetz, und bei Kriegsende bereits ein erfahrener wojna plenny.

Den 8.Mai 1945 werde ich nie vergessen, Soldaten der Bewachungstruppe zogen singend durch das Lager, schlugen uns wodkaduftend auf die Schulter: "Gitler kaputt, wojna kaputt, ty skora damoij...."

Im März 1949 war die Zeit der Kriegsgefangenschaft beendet. Den größten Teil hatte ichunter Tage in ukrainischen Kohlebergwerken verbracht. Jene fünf Jahre mit Hunger und Schwerstarbeit prägten mein weiteres Leben.

Dann folgten Studium, Betriebspsychologe in Hüttenwerk, Personalleiter in einem Weltkonzern. Mit 60 Jahren kam die vorzeitige Pensionierung wegen Schwerbehinderung (Kriegsfolgen).

Von meinen 25 Schulkameraden von 1939/40 leben außer mir heute noch vier. Weit über die Hälfte war gefallen oder vermisst.




Alle deutschen Erinnerungen
Kriegsende-Banner für Ihre Website

Dies ist ein Projekt von Russland-Aktuell, RIA Nowosti und Radio Echo Moskaus
Weitere Verwendung im Internet nur mit Quellenangabe und Link zu
kriegsende.aktuell.ru
© .RUFO; © RIA Nowosti