Ein Projekt von: aktuell.ru, RIA Nowosti und Echo Moskaus
SowInformBüro berichtet
Die Lage an den Fronten am 17. Februar 1945

Die Truppen der 3. Weißrussischen Front setzten ihre Offensive fort. Um die vom Feind stark befestigte Stadt Wormditt kam es zu erbitterten Kämpfen. Unsere Truppen banden den Gegner mit Frontalangriffen und vollzogen zugleich ein Umgehungsmanöver von Osten und Süden. Bald darauf war die feindliche Gruppierung, die den befestigten Raum um Wormditt verteidigte, in die Zange genommen. Infolge mächtigen Artilleriebeschusses und Schlägen unserer Panzer- und Infanteriekräfte war die deutsche Verteidigung bald zermürbt. Die sowjetischen Abteilungen durchbrachen die Langzeitabwehrstellungen des Gegners und nahmen Wormditt im Sturm.

In Schlesien setzten unsere Verbände nordwestlich und westlich von Bunzlau den Angriff fort. Die Deutschen hatten an einem Abschnitt Infanterie und Panzer zusammengezogen und versuchten, den Flanken der sowjetischen Abteilungen einen Schlag zu versetzen. Im erbitterten Kampf zerschlugen unsere Truppen die Feindesgruppe. Westlich von Bunzlau überquerten unsere mobilen Einheiten und die Infanterie einen Fluss.

Die Deutschen warfen ein durch 35 Panzer verstärktes Infanterieregiment in die Schlacht. Es entzündete sich ein hartnäckiger Kampf, bei dem 32 feindliche Panzer vernichtet wurden. Die deutsche Infanterie verlor an Gefallenen mehr als 800 Soldaten und Offiziere und zog sich ungeordnet zurück. Bei der Verfolgung der Hitleristen nahmen unsere Verbände mehrere Ortschaften ein.

Die Luftwaffe der Baltischen Rotbanner-Flotte flog über der südlichen Ostsee einen Angriff gegen deutsche Schiffe. Durch Volltreffer von Bomben und Torpedos wurden ein Transportschiff mit 8.000 Tonnen, zwei mit jeweils 6.000 Tonnen und eines mit 5.000 Tonnen Wasserverdrängung versenkt. Außerdem wurde ein Minensuchboot des Gegners auf Grund gesetzt.

Der gefangene Kommandeur einer Flughafen-Kompanie Oberleutnant Willi Köpernitz erzählte: „Meine Kompanie war auf einem Flugplatz unweit von Bydgoszcz (Bromberg) im Einsatz. Das Auftauchen von russischen Panzern am Flugplatz kam für uns völlig unerwartet. Wir zogen uns in den Wald zurück. Hier befanden sich außerdem Unterabteilungen einer Kavallerieschule und andere Einheiten. Die Stimmung war bei allen sehr gedrückt.

Schwadrons-Kommandeur Hauptmann von Schulenburg ließ sich von der Anwesenheit der Kadetten und Soldaten gar nicht in Verlegenheit bringen und sagte: „Im Raum Bydgoszcz riecht es nach Stalingrad; bloß so schnell wie möglich weg von hier; denn die Russen kommen von hinten.“ Am nächsten Morgen versuchten wir, uns nach Norden durchzuschlagen. Die Gruppe umfasste ca. 1.500 Mann. Beim Gang durch den Wald gerieten wir unter russisches MG- und Minenwerferfeuer. Sofort brach ein fürchterliches Chaos aus. Bereits in Gefangenschaft, sah ich viele Soldaten und Offiziere aus unserer zerschlagenen Kolonne wieder. Russische MG-Schützen hatten sie im Wald aufgefangen.“



SowInformBüro

Zum kompletten Frontbericht von SowInformBüro auf Russisch geht es hier >>>


Alle deutschen Übersetzungen der SowInformBüro-Berichte >>>
Kriegsende-Banner für Ihre Website

Dies ist ein Projekt von Russland-Aktuell, RIA Nowosti und Radio Echo Moskaus
Weitere Verwendung im Internet nur mit Quellenangabe und Link zu
kriegsende.aktuell.ru
© .RUFO; © RIA Nowosti