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Die Lage an den Fronten am 18. Februar 1945

Im Raum der Stadt Grudziadz (Graudenz) haben unsere Verbände nach erbitterten Kämpfen die Verteidigung des Gegners durchbrochen. Die sowjetischen Abteilungen füllten sofort die Breschen in den deutschen Stellungen und kreisten nach einem Umgehungsmanöver durch ein sumpfiges und kaum passierbares Gelände die gegnerische Garnison in Grudziadz (Graudenz) ein. Die Hitleristen unternahmen mehrere verzweifelte Versuche, den Ring zu durchbrechen und aus dem Kessel auszubrechen. Unsere Infanteristen schlugen alle Gegenangriffe zurück, brachen in die Vororte durch und führen Kämpfe zur Liquidierung der eingekreisten Garnison des Gegners. Auf dem Schlachtfeld blieben viele Leichen von feindlichen Soldaten und Offizieren zurück. 42 Geschütze, 440 Automobile, 246 Motorräder und fünf Lager mit Militärgut wurden erbeutet. 400 Deutsche wurden gefangen genommen.

An der 1. Weißrussischen Front stießen sechs Kampfjäger unter der Führung des zweifachen Helden der Sowjetunion Major Koschedub in der Luft auf 30 deutsche Flugzeuge, die unsere Flussübergänge zu bombardieren versuchten. Die sowjetischen Piloten griffen den Gegner sofort an und lösten seine Kampfformationen auf. Die deutschen Piloten warfen die Bomben ungeordnet über den eigenen Stellungen ab und versuchten, sich dem Kampf zu entziehen. Unsere Kampfbomber nahmen die Verfolgung auf und schossen acht deutsche Flugzeuge ab. Davon gehen drei auf das Konto von Major Koschedub.

In Schlesien setzten unsere Verbände die Offensive fort. Nach zwei Tagen währenden Kämpfen zerschlugen Teile der Einheit X eine deutsche Garnison und nahmen die Stadt Sagan ein. Auf den Straßen der Stadt verblieben 1.400 Leichen von feindlichen Soldaten und Offizieren. Sagan war ein starker Verteidigungsstützpunkt der Deutschen am Fluss Bober und ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Andere sowjetische Einheiten eroberten heute die Stadt Naumburg. An einer Eisenbahnstation wurden 14 Lokomotiven und 900 Waggons mit verschiedenen Gütern erbeutet. Mehr als 800 deutsche Soldaten und Offiziere wurden gefangen genommen.

Der an der 1. Weißrussischen Front gefangen genommene Kommandeur der 3. Division des 91. Deutschen Artillerieregiments Hauptmann Willi Naffziger gab an: „Meine Division wurde dem 6. Artillerieregiment der 6. Infanteriedivision angeschlossen. Auf einer Beratung von Offizieren prahlte Major Brung: „Unsere Verteidigung steht bombenfest und ist mit so viel technischem Gerät ausgerüstet, dass die Russen sie nicht durchbrechen können.“ Solche Illusionen hatten auch andere Offiziere. Ein paar Tage später überwanden die Russen die als uneinnehmbar angesehenen Positionen im Handumdrehen. Unsere zerschlagenen Abteilungen zogen sich ungeordnet zurück. Jetzt ist alles verloren. Es gibt für Deutschland keine Hoffnung mehr auf einen gütigen Ausgang des Krieges. Das Land ist entkräftet, seine Reserven sind erschöpft.“



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