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SowInformBüro berichtet
Die Lage an den Fronten am 20. Februar 1945

Südwestlich von Königsberg haben Teile der Einheit X unter Kämpfen einen kleinen Fluss überquert. Durch eine schnelle Vorwärtsbewegung schnitten die sowjetischen Kämpfer die Eisenbahnlinie ab, die von Zinthen an das Frische Haff führt. An einem anderen Abschnitt wurde die Ortschaft Packhausen eingenommen. Unsere Truppen überquerten den Fluss Passarge und bauten den Brückenkopf an seinem Ostufer weiter aus. Die zahlreichen Gegenangriffe des Gegners wurden mit großen Verlusten für den Feind zurückgeschlagen. Es wurden u. a. 36 Geschütze und Minenwerfer bei den Deutschen erbeutet.

Südlich von Danzig rückten unsere Verbände unter Kämpfen weiter vor. Die entlang dem Westufer der Weichsel angreifenden sowjetischen Abteilungen brachen den Widerstand der Deutschen und besetzten die stark befestigte Ortschaft Münsterwalde 65 Kilometer südlich von Danzig.

In der Provinz Brandenburg setzen unsere Verbände die Offensive fort. Nach einem schnellen Angriff besetzten sowjetische Abteilungen die Stadt Crossen, einen wichtigen Verteidigungsstützpunkt des Gegners. Crossen befindet sich an der Mündung des Flusses Bober in die Oder. Andere Einheiten verdrängten die Deutschen nach erbitterten Kämpfen aus Bobersberg und führen Kämpfe in den Wäldern östlich von Buben. Auch Christianstadt wurde eingenommen. In diesem Raum liegen Teile des Gegners, die die Flanken unserer Verbände angreifen. 32 Panzer und mehr als 1.000 deutsche Soldaten und Offiziere wurden vernichtet. Die Reste der feindlichen Gruppe wurden in den Wäldern versprengt.

Deutsche Offiziere, die an der 1. Ukrainischen Front gefangen genommen wurden, berichten von großen Verlusten der deutschen Verbände. Major Wolfgang Schaal gab an: „Die russische Offensive übersteigt alle jemals unternommenen großen Militäroperationen. Keiner von uns hat so etwas bisher erlebt. Wir hielten unsere mächtige und tief gestaffelte Verteidigung für uneinnehmbar und unverletzbar. An unserem Abschnitt standen die 16. und 17. Panzer- und die 10. und 20. motorisierte Division in Reserve. Da die Infanterie den Druck der Russen nicht halten konnte, waren wir gezwungen, sofort die Reserven in die Schlacht zu werfen.

Die russischen Truppen durchbrachen die Verteidigung und trieben uns nach Westen. Die sowjetischen Panzer verfolgten die sich zurückziehenden Abteilungen, kreisten sie ein und vernichteten sie. Innerhalb von zwei Tagen war unsere Division zerschlagen. Dieses Schicksal ereilte auch andere Einheiten. Die am Leben gebliebenen Soldaten liefen in alle Himmelsrichtungen davon.

Divisionskommandeur Wial und ich versuchten nach Westen durchzukommen. Wir waren nur bei Nacht unterwegs, tagsüber versteckten wir uns. In sieben Nächten haben wir Dutzende Kilometer zurückgelegt, aber die Front war noch schneller. Am achten Tag nahmen uns die Russen gefangen und wir erfuhren, dass wir uns weit hinter der Front im tiefsten Hinterland befanden.“



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