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SowInformBüro berichtet
Die Lage an den Fronten am 23. Februar 1945

Die Truppen der 1. Weißrussischen Front haben die Zerschlagung der eingekreisten Gruppierung des Gegners abgeschlossen und die Stadt und Festung Poznan eingenommen. Ende Januar hatten unsere Verbände durch eine schnelle Offensive in Poznan starke deutsche Kräfte gebunden. Die sowjetischen Abteilungen hatten mächtige Befestigungen an den Zufahrtsstraßen der Stadt überwunden und waren zum Stadtzentrum durchgebrochen. Die Hitleristen hatten sich in den alten massiven Gebäuden verschanzt. Um jedes Haus wurde erbittert gekämpft. Zugleich blockierten unsere Truppen die Poznan von Norden und Osten deckenden Forts und vernichteten deren Garnisonen. Nach erfolgreichen Handlungen der sowjetischen Verbände wurden Poznan und seine Vorstädte am Morgen des 17. Februar von den Deutschen gesäubert.

Reste der eingekreisten Garnison des Gegners verschanzten sich in der Zitadelle, einer alten, mit modernen Waffen ausgerüsteten Festung. Die Zitadelle befindet sich auf einer Anhöhe und ist von einem hohen Erdwall umgeben. Hinter dem Wall verläuft ein acht Meter breiter und fünf Meter tiefer Panzerabwehrgraben. Hinter dem Graben hatte der Gegner eine Vielzahl an Eisenbetonbunkern errichtet, die untereinander durch unterirdische Gängen verbunden sind. Hinter den Bunkern erhebt sich die Festungsmauer. Die Zitadelle wurde von Infanterie- und Artillerieeinheiten des Gegners, von SS-Leuten sowie Junkern und Unteroffiziers-Schülern verteidigt. Die deutsche Garnison besaß viel Munition und einen Vorrat an Proviant für vier Monate. Allen deutschen Soldaten wurde der Befehl Hitlers verlesen, Poznan mit allen Mitteln zu halten.

Unsere Verbände säuberten durch einen schnellen Angriff den Wall von den Hitleristen, überwanden den Graben und begannen den Sturm der Zitadelle. Mächtige Geschütze übergossen die Festungsmauern mit Feuer. Sowjetische Infanteristen führten Sprengstoff an die Festungsmauern heran und sprengten sie. Durch die dadurch entstandenen Durchbrüche rückten die Sturmabteilungen vor. Viele Infanteristen erklommen die Festungsmauer mit Hilfe von Strickleitern und Seilen. Nach einem hartnäckigen Kampf besetzten die sowjetischen Abteilungen das Festungsgefängnis und die Funkstation. Die deutschen Verbände hielten dem Schlag unserer Truppen nicht stand und begannen, die Waffen niederzulegen und sich zu ergeben. Heute in der zweiten Tageshälfte haben die heldenmütigen sowjetischen Kämpfer die Zitadelle vollends eingenommen. Sie war der wichtigste Verteidigungsknotenpunkt der Deutschen in Poznan.

Mit großer Begeisterung nahm das ganze Sowjetland den Befehl von Oberkommandeur und Marschall Genosse Stalin zum 27. Jahrestag der Roten Armee auf. In vielen Städten und Dörfern der Sowjetunion, in Fabriken und Organisationen sowie Kolchosen fanden viel besuchte Versammlungen und Kundgebungen statt. Das sowjetische Volk begrüßt seinen geliebten Führer und Heerführer, den Organisator und Initiator der historischen Siege über den Feind. Das sowjetische Volk rühmt die siegreiche Rote Armee, die in großen Kämpfen gegen die deutschen Okkupanten die Freiheit und Unabhängigkeit unserer Heimat verteidigt hat.

In äußerst gehobener Stimmung verlief die Diskussion des Befehls von Genosse Stalin im Moskauer nach Kirow benannten Dynamo-Werk. Der Meister der Gießerei Genosse Kurin sagte in seiner Rede: „Der große Stalin betonte die gewachsene Stärke und Macht der heldenhaften Roten Armee. Die Hitleristen prahlten damit, die deutsche Erde hätte mehr als hundert Jahre keinen einzigen feindlichen Soldaten mehr gesehen. Die frechen und anmaßenden Hitleristen wollten glauben machen, die deutsche Armee werde stets nur auf fremdem Territorium kämpfen. Die Rote Armee hat den Hitleristen einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Die Rote Armee hat die Deutschen von der sowjetischen Erde vertrieben und den Völkern Europas geholfen, das deutsche Joch abzuschütteln. Die siegreiche Rote Armee ist sich der ungeteilten Unterstützung des gesamten sowjetischen Volkes sicher. In diesen Tagen der entscheidenden Kämpfe gegen die deutsch-faschistischen Eroberer werden die Werktätigen im Hinterland ihre Hilfe für die Rote Armee noch verstärken. Wir scheuen keine Mühe zum Erreichen des vollen und endgültigen Siegs über die deutschen Okkupanten.“



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