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Die Lage an den Fronten am 25. Februar 1945

In Ostpreußen hat der Gegner am frühen Morgen nordwestlich von Königsberg unsere Stellungen angegriffen. Auf einem kleinen Abschnitt warfen die Deutschen starke Kräfte an Infanterie und Panzern in die Schlacht. Die erbitterten Kämpfe dauerten den ganzen Tag an. Bei der Abwehr der feindlichen Angriffe vernichteten unsere Truppen bis zu 2.000 deutsche Soldaten und Offiziere. Südwestlich von Königsberg zogen unsere Truppen den Ring um die ostpreußische Gruppierung des Gegners enger. Die Deutschen leisten hartnäckigen Widerstand. Teile der Einheit X rückten vor und verdrängten den Gegner aus mehreren Ortschaften nordwestlich von Zinthen. Andere Abteilungen überwanden den starken Widerstand der Deutschen und nahmen die Eisenbahnstation Tiefensee ein.

Südwestlich der Stadt Chojnice (Conitz) griffen unsere Truppen nach Artillerievorbereitung den Gegner an. Sie durchbrachen die Verteidigungslinie der Deutschen und rückten auf die Stadt Preuß.-Friedland vor. Die sowjetischen Abteilungen überquerten den Fluss und nahmen nach einem schnellen Vorstoß Preuß.-Friedland ein. Unsere Infanterie rückte mit Unterstützung von Panzern und Selbstfahrlafetten zehn Kilometer vor und verdrängte die Deutschen aus der Ortschaft und Eisenbahnstation Bischofswalde. Der Gegner zog sich unter den Schlägen unserer Verbände zurück und verlor allein an Gefallenen bis zu 3.000 Soldaten und Offiziere. 23 deutsche Panzer und 47 Geschütze wurden vernichtet, mehr als 200 Hitleristen wurden gefangen genommen.

In Breslau setzten unsere Verbände die Kämpfe zur Liquidierung der eingekesselten Gruppierung des Gegners fort. Sowjetische Sturmabteilungen säuberten mit Unterstützung der Artillerie mehrere Häuserblocks im Südteil der Stadt von den Deutschen. Zu erbitterten Kämpfen kam es am Hindenburg-Platz, wo die Deutschen Flakgeschütze konzentriert hatten.

In Ostpreußen haben unsere Truppen viele deutsche Soldaten und Offiziere gefangen genommen. Der gefangene Kommandeur der Kampfgruppe der 349. Deutschen Infanteriedivision Oberleutnant Andreas Zucher sagte aus: „Für Deutschland ist der Krieg unwiderruflich verloren. Ein Teil der deutschen Soldaten zieht jetzt Zivil an und versteckt sich in den Ortschaften. Hunderte, Tausende Deserteure irren an der Front umher. Ich hielt den weiteren Widerstand für Wahnsinn und traf die Entscheidung, mich zu ergeben.“

Die gefangenen Soldaten des 117. Deutschen Wachbataillons Herbert Brendel und Kurt Scholz teilten mit: „Unser Bataillon hatte den Befehl erhalten, dem Druck der Russen standzuhalten, solange die Sperrabteilungen die auseinander gelaufenen Soldaten der 286. Wachdivision einsammelten. Wir wissen nicht, ob es gelungen ist, die vom Schlachtfeld weggelaufenen Soldaten aufzuhalten. Unser Bataillon wurde zerschlagen, und wir gerieten in Gefangenschaft.“

Der gefangen genommene Soldat des 911. Deutschen Regiments Karl Weber erzählte: „Nach zwei Tagen hatte unsere Kompanie die Hälfte der Mannschaften verloren. Die Verwundeten mussten zurückgelassen werden. Der panische Rückzug der Truppen und die Flucht der Bevölkerung machten einen erschütternden Eindruck auf die Soldaten. In diesen Tagen begruben viele deutsche Soldaten die letzte Hoffnung auf einen Sieg Deutschlands. Ich warf die Waffen hin und versuchte zu fliehen, war aber bald schon in russischer Gefangenschaft.“



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