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Die Lage an den Fronten am 6.November 1944

Foto: O.Knorring - aus den Archiven von RIA NowostiIm Laufe des 6.November gab es keine wesentlichen Veränderungen an den Fronten. Im Laufe des 5.Novembers haben unsere Truppen 16 deutsche Panzer vernichtet. In Ostpreussen, im Gebiet der Stadt Goldap, erlitt der Gegner in den letzten Tagen schwere Verluste und schränkte seine Aktivität ein. Am Vortage wehrten die sowjetischen Abteilungen einige Angriffe der feindlichen Infanterie mit Panzer und Artillerie-Unterstützung ab. 400 deutsche Soldaten und Offiziere wurden vernichtet. Fünf Panzer und Selbsfahrlafetten wurden abgeschossen. Unseren Truppen fiel ein Tagesbefehl des deutschen Generalfeldmarschalls Keitel unter dem Titel „Plünderungen von Soldaten auf deutschem Territorium“ in die Hände. Dort heisst es: „Nach einigen Berichten aus evakuierten Gebieten Deutschlands, die zum Kampfgebiet gehören, machten sich deutsche Soldaten schwerster Verbrechen gegenüber deutschen Mitbürgern schuldig."

"Sie warfen sich auf das Eigentum und die Vorräte der Evakuierten und raubten die verlassenen Wohnungen aus. Ihre Vorgesetzten mischten sich nicht nur nicht ein, sondern nahmen teilweise sogar selbst an diesen schändlichen Handlungen teil.“

Der Tagesbefehl des deutschen Generalfeldmarschalls Keitel zeugt davon, dass deutsche Soldaten, die in den von den Deutschen okkupierten Gebieten plünderten, raubten und mordeten, jetzt beginnen, ihre eigenen Landsleute auszurauben. Jetzt, wo die Rote Armee die deutschen faschistischen Besatzer über die Grenzen der Sowjetunion getrieben hat, wollen die Hitleristen dem deutschen Soldaten auf die Schnelle die Gewohnheiten und Regeln wieder abgewöhnen, die sich im Laufe der Jahre in der deutschen Armee eingenistet haben. Vergebliche Liebesmüh!

Das Hitlerregime hat eine Armee hervorgebracht, die kein Gewissen und keine Ehre kennt. Raub und Mord an Zivilisten gehört in der deutschen Armee zum guten Ton des Soldatenlebens. Der Soldat der deutschen Faschistenarmee hält die Krieg für eine Quelle der Bereicherung. Er hat sich im Laufe einiger Jahre auf Raub und Mord spezialisiert. Das wurde ihm zur zweiten Natur. Das treibt man ihm mit keinen Befehlen mehr aus dem Leibe. Der Bucklige wird nur im Grab gerade, heisst es im russischen Volksmund.

Der Befehl von Keitel ist auch noch unter einer weiteren Hinsicht interessant. In der letzten Zeit haben die Hitleristen fast jeden Tag Fälschungen über die Greueltaten sowjetischer Truppen in Ostpreussen fabriziert. Berichte von „Augenzeugen“, Plakate, Filme und andere Phantasiegebilde. Aus dem oben erwähnten deutschen Tagesbefehl ist allerdings ersichtlich, wer tatsächlich in Ostpreussen raubt und plündert. Raub und Mord sind Sache der deutschen Soldaten und Offiziere. Das belegt der deutsche Generalfeldmarschall Keitel.

Südlich der Stadt Pultusk gab es periodische Feuergefechte der Artillerie. Dort rückte eine Pioniergruppe geführt von Hauptfeldwebel Andrejew zur vorderen Frontlinie vor, um einen Weg zu verminen. Sie bemerkten einen deutschen Panzer, der aus einem Versteck unsere vorgeschobenen Stellungen beschoss. Hauptfeldwebel Andrejew verminte die Rückzugswege des Panzers. Dieser fuhr auch auf die Minen auf, explodierte und geriet in Brand. Die Kampfflieger Jakimowitsch, Maslow, Wassiljew, Kolzow und Blischni schossen in den letzten Tagen in Luftkämpfen jeweils zwei deutsche Flugzeuge ab. In der Tschechoslowakei, westlich von Uschgorod eroberten die Kämpfer der n-ten Gardeabteilung eine Höhe, auf der sich Deutsche verschanzt hatten. 500 Deutsche und Ungarn wurden gefangen genommen.

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