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Die Lage an den Fronten am 27. Februar 1945

Die Truppen der 2. Weißrussischen Front haben durch schnelle Schläge den Widerstand des Gegners westlich von Chojnice (Conitz) gebrochen. Das waldige Gelände mit seinen vielen Flüssen und Seen behinderte die Handlungsfreiheit unserer angreifenden Verbände aufs Äußerste. Um die Stadt Schlochau kam es zu erbitterten Kämpfen. Von Osten wird die Stadt von Seen gedeckt. Auf den nördlichen und südlichen Zufahrtswegen hatten die Deutschen Langzeitbefestigungen errichtet. Unsere Abteilungen umgingen den See und brachen in die Stadt ein. In hartnäckigen Kämpfen wurde die feindliche Garnison zerschlagen. Schlochau, ein wichtiger Eisenbahn- und Fernstraßenknotenpunkt, wurde eingenommen. Die sowjetischen Infanteristen und Panzerbesatzungen verdrängten die Deutschen aus den Städten Hammerstein und Stegers, wobei sie mehr als 2.000 Soldaten und Offiziere, 22 Panzer, 46 Geschütze und sieben Schützenpanzerwagen des Gegners vernichteten.

Der erfolgreiche Angriff wurde ausgebaut; unsere Verbände rückten weiter vor und nahmen die Stadt Bublitz ein, wo sich drei Eisenbahnlinien und mehrere Landstraßen kreuzen. Bublitz befindet sich 45 bis 50 Kilometer von der Küste der Ostsee entfernt. Der Gegner weicht unter den Schlägen unserer Truppen zurück und hat große Verluste an Mann und Gerät.

In Breslau führten unsere Truppen Kämpfe zur Liquidierung der in der Stadt eingekesselten Gruppierung des Gegners. Die Deutschen unternahmen mehrere Versuche, die gestern verlorenen Positionen zurückzuerobern. Alle feindlichen Gegenangriffe wurden abgewehrt, wobei der Gegner große Verluste erlitt. Unsere Sturmabteilungen rückten weiter vor und säuberten zwölf Häuserblocks und die Gegend am Stadion von den Hitleristen.

Östlich von Frankfurt/Oder wurde der deutsche Major Beun gefangen genommen. Der Gefangene erzählte: „Viele Experten haben versichert, dass ein Eindringen der Russen nach Deutschland unmöglich sei. Sogar nach der schrecklichen Katastrophe von Stalingrad oder schließlich dem Zusammenbruch der mittleren Front im Sommer 1944 haben wir noch weiter geglaubt, dass die Befestigungen an der Weichsel und an der Grenze Deutschlands uneinnehmbar sind. Aber uns erwartete eine bittere Enttäuschung. Die Russen haben unsere Verteidigung an der Weichsel sowie an der Grenze Deutschlands durchbrochen. Die Schläge der sowjetischen Truppen haben die Soldaten demoralisiert. Viele von ihnen sagen jetzt: „Wir werden uns nie halten, die russische Infanterie und die Panzer werden uns hinwegfegen.““



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