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Die Lage an den Fronten am 1. März 1945

In Pommern sind Teile der Einheit X nordöstlich von Neustettin unter Kämpfen weiter vorgerückt. Das fünf Kilometer südlich von Rummelsburg gelegene Falkenhagen wurde eingenommen. Die Deutschen führen Reserven heran und werfen sie sofort in die Schlacht. Die sowjetischen Abteilungen haben alle feindlichen Gegenangriffe abgewehrt und dem Gegner große Verluste beigefügt. Nördlich von Neustettin haben unsere Verbände ein Seengebiet überwunden und mehrere Ortschaften eingenommen, die von den Deutschen für eine Rundumabwehr eingerichtet worden waren. An einem Tag vernichteten die sowjetischen Abteilungen mehr als 2.000 Soldaten und Offiziere des Gegners und machten 400 Gefangene.

In Breslau zogen unsere Truppen den Ring um die in der Stadt eingeschlossene Gruppierung des Gegners enger. Um jede Straße, um jedes Haus wird erbittert gekämpft. Auf den Straßen der Vororte liegen Hunderte von Leichen deutscher Soldaten und Offiziere. Die mit den Stoßtruppen agierenden sowjetischen Artilleristen haben mehr als 900 Feuernester der Deutschen vernichtet. Unsere Abteilungen setzten die Kämpfe um das große Metallwerk „Wolf“ fort. Die Hitleristen nutzen die Mauern der Werkshallen für ihren wütenden Widerstand. Oft kommt es zu Nahkämpfen.

Die Truppen der 2. Weißrussischen Front haben einen Befehl des Kommandierenden der 2. Deutschen Armee General-Oberstleutnant Weiß vom 3. Februar 1945 erbeutet. Dort heißt es: „Im Hinterland der Armee treiben sich Gruppen von Feiglingen und Deserteuren herum, die nicht an den Kämpfen für das Reich teilnehmen wollen, das jetzt solch schweren Prüfungen ausgesetzt ist. Die Deserteure schließen sich den Kolonnen der Zivilbevölkerung an, die in die Tiefe des Landes evakuiert werden. Jeder Soldat oder Offizier, der einen ihm bekannten Deserteur nicht anzeigt oder ihn nicht festnimmt, wird als Mittäter am Verrat zur Verantwortung gezogen.

Bei der Festnahme von sich herumtreibenden Feiglingen und Saboteuren sind alle Mittel der Gewalt anzuwenden und diese mit allen Mitteln unschädlich zu machen. Unter die Bezeichnung „Deserteur“ oder „Saboteur“ fällt jeder, der es heute wagt zu sagen, der „Kampf ist aussichtslos“ oder „bald schlägt das Tor zu und wir sitzen im Kessel“. Weiter befiehlt General-Oberstleutnant Weiß, „in jedem Corps sofort ein fliegendes Feldgericht einzurichten“.

Der Befehl des Kommandeurs der 2. Deutschen Armee ist von einigem Interesse. Der deutsche General Weiß muss eingestehen, dass nicht Einzelne, sondern ganze Gruppen an Soldaten vom Schlachtfeld weglaufen und in der Etappe herumirren. Die deutschen Soldaten passen sich den neuen Bedingungen an, ziehen Zivilkleidung an und ziehen sich zusammen mit den Kolonnen der Flüchtlinge ins Hinterland zurück. General Weiß stürzt sich auch auf die Soldaten, die der Meinung sind, dass „der Kampf der Deutschen hoffnungslos“ ist. Anscheinend gibt es in seiner Armee ziemlich viele solcher Soldaten.

Die Hitleristen versuchen, mit wütenden Maßnahmen die deutschen Soldaten dazu zu zwingen, den für Deutschland bereits verlorenen Krieg fortzusetzen. Aber ihnen haben keine gewöhnlichen Feldgerichte geholfen – fliegende werden es auch nicht tun. Der Tag der völligen Zerschlagung des faschistischen Deutschland rückt immer näher.



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