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Die Lage an den Fronten am 4. März 1945

Die Truppen der 2. Weißrussischen Front setzten ihre erfolgreiche Offensive fort. Der Gegner unternahm verzweifelte Versuche, den Vormarsch der sowjetischen Verbände aufzuhalten und ihren Durchbruch zur Küste der Ostsee zu verhindern. Die Deutschen warfen eilends Verstärkung in den Abschnitt des Durchbruchs, u. a. die motorisierte SS-Division „Polizei“ und die SS-Panzerdivision „Holstein“. Panzer und Infanterie des Gegners versuchten viele Gegenangriffe, bei denen sie riesige Verluste erlitten. So versuchten zwei Infanterieregimenter und 30 Panzer westlich von Bublitz, der Flanke der sowjetischen Verbände einen Schlag zu versetzen. Die Panzerbesatzungen und Artilleristen der Einheit X zerschlugen diese feindliche Gruppe in einem kurzen, aber heftigen Kampf. Die Reste der zerschlagenen deutschen Regimenter wurden gefangen genommen. Auch an anderen Frontabschnitten kam es zu erbitterten Kämpfen.

Unsere Truppen rückten um 35 Kilometer vor und erreichten die Küste der Ostsee. Zugleich brachen andere Verbände nach Köslin durch. Die Hitleristen hatten die Stadt zur Langzeitverteidigung eingerichtet. Sie hatten die Steingebäude in Bunker verwandelt und auf den Straßen Sperren errichtet. Die sowjetischen Abteilungen griffen von Osten, Westen und Süden zugleich an. Die Hitleristen hetzten von einem Abschnitt zum anderen, konnten dem mächtigen Druck der Abteilungen der Roten Armee aber nicht standhalten.

In der zweiten Tageshälfte haben unsere Truppen die feindliche Garnison liquidiert und die Stadt Köslin vollends eingenommen. Allein an den Zufahrtsstraßen wurden mehr als 2.500 deutsche Soldaten und Offiziere sowie 27 Panzer des Gegners vernichtet. Es wurden viele Trophäen erbeutet und viele Gefangene gemacht. Die Stadt Köslin ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und ein großes Verwaltungs- und Industriezentrum von Pommern.

Die Truppen der 1. Weißrussischen Front gingen an dem Frontabschnitt östlich von Stargard zum Angriff über. Die Deutschen hatten hier große Kräfte konzentriert und im Februar mehrmals versucht, unsere Verbände nach Süden abzudrängen. Die Truppen haben den Feind in vielen Schlachten zermürbt und waren am Morgen des 1. März ihrerseits zum Angriff übergegangen.

Nach einer mächtigen Artillerie- und Luftvorbereitung griffen die sowjetischen Infanteristen den Gegner an und durchbrachen in einem erbitterten Kampf die stark befestigte Verteidigung der Deutschen. Zu erbitterten Kämpfen kam es in dem Wald- und Seengebiet. Das Tauwetter und der Regen der letzten Tage haben die Straßen völlig aufgeweicht und fast unbefahrbar gemacht. Die vielen Bäche und kleinen Flüsse stellten für die angreifenden Truppen ebenfalls ein ernstes Hindernis dar.

Unsere Truppen erreichten nach erbitterten Kämpfen die Küste der Ostsee und nahmen die Stadt Colberg ein. Im Laufe der Offensive wurde zwei motorisierten und drei Infanterie-Divisionen der SS und weiteren Einheiten des Gegners ein schwerer Schlag versetzt. Viele deutsche Abteilungen wurden gleich zu Beginn der Kämpfe zerschlagen. Die Reste davon irren in den Wäldern umher und werden dort von sowjetischen Kämpfern aufgesammelt.


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