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Die Lage an den Fronten am 12. März 1945

In der Nacht auf den 12. März flogen unsere schweren Bomber Angriffe gegen Militärobjekte in Danzig, Gdynia und Königsberg. Durch die Bombardierungen kam es in den genannten Städten zu von Explosionen begleiteten Bränden. Besonders schwere Explosionen gab es in Gdynia auf dem Gelände von Militärlagern und im Hafen.

Die Truppen der 2. Weißrussischen Front setzten ihre erfolgreiche Offensive fort. Vor Danzig nahmen sowjetische Truppen die Stadt Tczew (Dirschau) – einen großen Verkehrsknotenpunkt und Verteidigungsstützpunkt der Deutschen. Der Gegner unternahm in diesem Raum Gegenangriffe mit großen Kräften an Infanterie.

Unsere Vorabteilungen wehrten die Angriffe ab, während die Hauptkräfte ein Umgehungsmanöver vollzogen und dem Feind einen Überraschungsschlag von den Flanken versetzten. Der feindlichen Gruppierung drohte die Einkreisung. Die Deutschen zogen sich ungeordnet zurück, wobei sie Waffen und Munition liegen ließen.

An einem anderen Abschnitt verfolgten unsere mobilen Einheiten und die Infanterie zerschlagene deutsche Abteilungen, rückten schnell vor und erreichten die westliche Stadtgrenze von Neustadt. Die Deutschen nutzten Barrikaden und Steinhäuser für ihren hartnäckigen Widerstand. Unsere Infanteristen und Panzerbesatzungen hielten die Feuernester des Gegners nieder und nahmen die Stadt ein.

Den Erfolg ausbauend, rückten die Truppen 25 Kilometer vor und nahmen mit einem Schnellangriff die Stadt Putzig an der Küste der Danziger Bucht. An einem Tag wurden mehr als 100 Ortschaften genommen, die Front schiebt sich gegen Gdynia. In den Händen der Deutschen verbleibt lediglich ein schmaler Küstenstreifen der Danziger Bucht. Auf dem Rückzug hat der Gegner riesige Verluste. Auf den Straßen der Ortschaften und den Wegen liegen Tausende Leichen.

Die Truppen der 1. Weißrussischen Front nahmen heute die Stadt und Festung Küstrin ein. Diese Stadt liegt an der Mündung des Flusses Warta in die Oder und ist ein mächtiger Stützpunkt auf dem Weg nach Berlin. Der Gegner pflasterte die Straßen der Stadt mit den Leichen seiner Soldaten und war gezwungen, einen Häuserblock nach dem anderen aufzugeben. Heute wurde die Zerschlagung der großen Garnison des Gegners beendet; es wurden viele Gefangene gemacht. Unsere Luftflotte hat die Handlungen der Bodentruppen aktiv unterstützt. Sowjetische Piloten haben in Luftkämpfen 32 Flugzeuge des Gegners abgeschossen. Außerdem wurden acht deutsche Maschinen durch Feuer der Flugabwehr vernichtet.

In Ungarn hat der Gegner nordöstlich und östlich des Plattensees am frühen Morgen nach gründlicher Artillerievorbereitung die Angriffe gegen unsere Positionen wieder aufgenommen. Weil der Erfolg in den letzten Tagen ausgeblieben war, warfen sie zwei weitere Panzerdivisionen in die Schlacht.

Gefangene teilen mit, dass Hitler vor Beginn der Offensive den Befehl erteilt habe, ohne Rücksicht auf Verluste bis zum 10. März zur Donau vorzustoßen. Die Deutschen haben bereits Hunderte Panzer verloren, ihr Ziel aber nicht erreicht. Die sowjetischen Kämpfer verteidigen ihre Stellungen heldenhaft und fügen dem Gegner riesige Verluste zu. An einem einzigen Gefechtstag wurden mehr als 3.000 deutsche Soldaten und Offiziere vernichtet.



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