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Die Lage an den Fronten am 16. März 1945

Südwestlich von Königsberg fahren unsere Truppen fort, den Ring um die ostpreußische Gruppierung des Gegners enger zu ziehen. Die an einem schmalen Küstenstreifen zusammengedrängten Deutschen leisten verzweifelten Widerstand. Zu besonders erbitterten Kämpfen ist es westlich der Ortschaft Bladiau gekommen, die gestern eingenommen wurde. Damit schnitten die sowjetischen Abteilungen den Deutschen die letzte noch in ihren Händen verbliebene Straße entlang der Frontlinie ab. Der Gegner wollte den Status quo wiederherstellen und unternahm mehrere Angriffe, blieb aber ohne Erfolg.

Westlich und nordwestlich von Danzig führten unsere Verbände Kämpfe an der Außenverteidigungslinie des Frontabschnitts Danzig-Gdynia. Diese Linie besteht aus einem tiefen Panzerabwehrgraben, mehreren Laufgräben und einer Vielzahl an Bunkern und Feuernestern. An diesem schmalen Abschnitt haben die Deutschen viele Artillerie- und Minenwerferbatterien konzentriert. Alle Verteidigungsanlagen werden von dichten Stacheldrahthindernissen und Minenfeldern gedeckt.

Besonders stark sind die Ortschaften vor Danzig und Gdynia befestigt. Sowjetische Abteilungen rückten unter Kämpfen nach Zuckau vor. Die große gegnerische Garnison hatte sich in Steinhäusern und Bunkern festgesetzt und versuchte, unseren Einheiten mit starkem Feuer den Weg zu verstellen. Sowjetische Infanteristen und Artilleristen erstickten den feindlichen Widerstand und nahmen Zuckau ein.

An einem anderen Abschnitt wehrten unsere Abteilungen mehrere Gegenangriffe von Panzern und Infanterie des Gegners ab, der vom Feuer seiner Schiffsartillerie unterstützt wurde. Vor unseren Stellungen blieben Hunderte feindlicher Leichen liegen. Es wurden u. a. fünf Panzer, sieben Lokomotiven, 120 Waggons und fünf Militärspeicher erbeutet.

An der Stettiner Front führten unsere Verbände Kämpfe zur Liquidierung des gegnerischen Brückenkopfs am Ostufer der Oder. Die Deutschen haben hier große Kräfte an Panzern, Artillerie und Infanterie zusammengezogen. Der Gegner stützt sich auf im Voraus angelegte Befestigungen und leistet hartnäckigen Widerstand. Nach erbitterten Kämpfen rückten unsere entlang der Oder nach Norden agierenden Verbände nach Greifenhagen vor.

Die dortige feindliche Garnison wurde zum Fluss abgedrängt und zerschlagen. Nach der Einnahme von Greifenhagen, einem wichtigen Verteidigungsstützpunkt der Deutschen am Ostufer der Oder, erbeuteten unsere Kämpfer viele Waffen und Militärgut. An einem anderen Abschnitt nahmen unsere Truppen das Dorf Rosengarten und eine Straßenkreuzung drei Kilometer südöstlich von Altdamm. Mehr als 500 Deutsche wurden gefangen genommen.

In letzter Zeit gehen Meldungen über ein Anwachsen der Fahnenflucht in der deutschen Armee ein. Soldaten der zerschlagenen deutschen Einheiten setzen sich allein oder in kleinen Gruppen ins Hinterland ab, irren durch die Wälder, legen Zivilkleidung an und verstecken sich in den Ortschaften. Die deutsche Führung rechnet grausam mit den Deserteuren ab. Gefangene berichten, dass in mehreren deutschen Städten entflohene Soldaten erhängt und erschossen wurden.



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