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Die Lage an den Fronten am 17. März 1945

Südwestlich von Königsberg setzten unsere Truppen die Offensive fort. Die Unbefahrbarkeit der Straßen und die schlechten Wetterbedingungen behindern die Bewegungsfreiheit der sowjetischen Abteilungen. Nach Überwindung des erbitterten Widerstands des Gegners nahmen die entlang der Eisenbahnlinie Königsberg-Braunsberg agierenden sowjetischen Infanteristen mehrere stark befestigte Ortschaften ein. Auf dem Rückzug hinterließen die Deutschen Tausende toter und verwundeter Soldaten und Offiziere auf dem Schlachtfeld.

Gefangene berichten, dass die deutsche Führung Sonderabteilungen der SS aufgestellt hat, die an Ort und Stelle Soldaten und Offiziere erschießen sollen, die eigenmächtig die Stellungen verlassen haben oder sich ergeben wollen. Dessen ungeachtet sind verschiedene Fälle bekannt, in denen Gruppen Deutscher den Widerstand aufgeben, die Waffen niederlegen und sich ergeben.

Die Deutschen versuchen, die in Breslau eingeschlossene Garnison aus der Luft zu versorgen. In den letzten Tagen hat unsere Flugabwehr zehn Transportmaschinen des Gegners abgeschossen. Unsere schweren Kampfbomber flogen Angriffe gegen Militärobjekte in Breslau. Es brachen Brände aus, die von zwölf schweren Explosionen begleitet wurden.

Der an der 1. Weißrussischen Front gefangen genommene Kommandeur des 1. Deutschen Pionierregiments, Oberstleutnant Hennlein, sagte aus: „Mein Regiment unterstand unmittelbar dem Kommandeur des Berliner Militärkreises. In letzter Zeit hatten die Einheiten des Regiments Gräben ausgehoben und Verteidigungsstellungen errichtet. Die Soldaten arbeiteten Tag und Nacht, aber alle Mühe war vergebens. Es waren viele Gräben ausgehoben wurden, aber die brauchten wir nicht mehr –die sowjetischen Panzer waren uns in den Rücken gefallen.

So waren wir zusammen mit den deutschen Abteilungen eingekesselt, für die wir die Befestigungen gebaut hatten. Eine wahnsinnige Panik brach aus. Pioniere, Infanterie und Wagenkolonnen gerieten durcheinander. Alle flohen und ließen Waffen, Güter und persönliche Dinge zurück. Jeder dachte nur an die Rettung des eigenen Lebens. Ich verlor nicht nur das Regiment, sondern auch den Stab.

Mit einer Gruppe Offiziere überdauerte ich einige Tage im Wald. Dann machten wir uns auf den Weg nach Westen, wobei wir versuchten, über die Frontlinie zu kommen, was uns aber nicht gelang. Es gab nur einen Ausweg – die Waffen zu strecken. Zusammen mit Major Dickmann und Leutnant Wappler, die mich begleiteten, gab ich mich gefangen.“



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