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Die Lage an den Fronten am 23. März 1945

Die Truppen der 3. Weißrussischen Front setzten die Kämpfe zur Liquidierung der im Raum Heiligenbeil an der Küste des Frischen Haffs zusammengedrängten deutschen Gruppierung fort. Der Gegner leistet verzweifelten Widerstand, gibt unter den Schlägen der sowjetischen Abteilungen aber eine Stellung nach der anderen auf. In den Gräben und auf den Wegen liegen Tausende von feindlichen Leichen. An einem Tag wurden 32 deutsche Panzer und Selbstfahrlafetten, 60 Feldgeschütze und mehrere Hundert Automobile vernichtet. Durch das Feuer unserer Artillerie wurden im Frischen Haff zehn Lastkähne zerschossen. Sieben Lastkähne wurden von sowjetischen Piloten versenkt.

Gefangene teilen mit, dass in den letzten Tagen auf Befehl der deutschen Führung viele Soldaten wegen eigenmächtigen Verlassens der Stellungen und dem Versuch, sich zu ergeben, erschossen wurden. Trotzdem wächst die Zahl an feindlichen Soldaten und Offizieren, die sich freiwillig ergeben, weiter an. An einem Abschnitt wechselte eine große Gruppe von Artilleristen des 150. Deutschen Artillerieregiments zur Roten Armee über.

An der Danziger Front wurde die Offensive fortgesetzt. Nordwestlich von Danzig finden erbitterte Gefechte statt. Die Deutschen stützen sich auf ihre mächtigen Verteidigungslinien und leisten wütenden Widerstand. Durch einen schnellen Schlag überwanden unsere Infanteristen und Panzerbesatzungen jedoch mehrere Gräben und brachen zur Küste der Danziger Bucht durch. Damit sind die Eisenbahnlinie und die Küstenstraße von Danzig nach Gdynia abgeschnitten; die feindliche Armeegruppe wurde in zwei Teile geteilt.

Danach rückten unsere Truppen nach Süden vor und brachen zur nördlichen Stadtgrenze von Zoppot durch. Andere Abteilungen brachen den Widerstand der Deutschen und näherten sich der Stadt von Westen. Nach erbitterten Straßenkämpfen wurde die deutsche Garnison zerschlagen und die Stadt Zoppot vom Gegner gesäubert. Zoppot, ein wichtiger Verteidigungsstützpunkt der Deutschen an der Danziger Bucht, befindet sich fünf Kilometer nördlich von Danzig.

In Schlesien wurden nordwestlich von Ratibor mehrere wichtige Ortschaften eingenommen, u. a. an der Grenze der Tschechoslowakei zu Deutschland. In einem Gefecht wurden mehr als 100 SS-Leute gefangen genommen. Ein Zug MG-Schützen unter Leutnant Karpow drang in einen feindlichen Schützengraben ein und tötete Dutzende Hitleristen.



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