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Die Lage an den Fronten am 13. November 1944

In Ungarn haben sich unsere Truppen weiter vorgekämpft. Nördlich von Szolnok haben sowjetische Infanteristen und Kavalleristen einen wichtigen Verteidigungs-Stützpunkt des Gegners und eine Bahnstation eingenommen. Dann unternahmen unsere Abteilungen ein für den Feind überraschendes Manöver und drangen in die Stadt Jaszapati ein. In Folge von Straßenkämpfen wurde die deutsch-ungarische Garnison zerschlagen; sie zog sich ungeordnet zurück. 17 Geschütze, 16 Minenwerfer, 40 MG und ein Munitionslager fielen in unsere Hände.

Nordwestlich von Cegled haben unsere Truppen den hartnäckigen Widerstand des Gegners überwunden und sind zehn Kilometer vorangekommen. Im Laufe des Tages gingen die Hitlerleute mehrmals zum Gegenangriff über, wurden aber zurückgeschlagen. Mehr als 1.200 deutsche und ungarische Soldaten und Offiziere wurden vernichtet. Gefangene berichten, dass die 20. ungarische Infanterie-Division, deren Aufgabe es war, den Angriff der sowjetischen Truppen in diesem Abschnitt aufzuhalten, vollends zerschlagen wurde. Die Reste dieser Division wurden zu einem Bataillon zusammengefasst.

In Ungarn ergaben sich 200 Soldaten des 20. Regiments der 5. ungarischen Reservedivision. Ein gefangengenommener Leutnant erzählte: „In den letzten Kämpfen wurde unserer Regiment zerschlagen. Besonders schwere Verluste hatten die Abteilungen des 2. Bataillons. Die Russen hatten uns völlig eingekreist. Der Bataillonskommandeur war verschwunden. Unter den Soldaten brach Panik aus. Sie warfen die Waffen weg und liefen nach allen Seiten davon. Ich begriff, dass die Lage hoffnungslos ist, und befahl den Soldaten aller Untereinheiten, die Waffen niederzulegen. Es kamen 200 Männer zusammen. Wir erhoben die Hände und gingen den Russen entgegen.“

In Ostpreußen kam es zu Feuergefechten mit dem Gegner. An einem Abschnitt beschossen feindliche Maschinengewehre ständig die sowjetischen Positionen. Das Geschütz von Sergeant Komarow eröffnete das Feuer und schoss die Scheune in Flammen, in der sich die Hitlerleute verschanzt hatten. Es ertönten mehrere starke Explosionen. Das Feuer erfasste auch andere in der Nähe gelegene Gebäude. Die herauslaufenden Deutschen wurden mit Splittergranaten beschossen. Die Feuerstellungen des Gegners wurden vernichtet. Die Scharfschützen der Gardeabteilung Polistschuk, Popow und Moros vernichteten innerhalb von vier Tagen 13 Hitlerleute.

Nordwestlich von Ushgorod versuchten die Deutschen, in die Stellungen unserer Truppen einzudringen. Trotz des dichten Nebels entdeckten unsere Kämpfer die Hitlerleute rechtzeitig und schnitten ihnen den Rückzugsweg ab. Die deutsche Abteilung wurde vollends vernichtet. An einem anderen Abschnitt drang eine Aufklärungsgruppe unter der Führung von Hauptfeldwebel Rakitin in der Nacht zu den Positionen des Gegners vor. Die Aufklärer drangen in den feindlichen Schützengraben ein und töteten zehn Deutsche. Sie nahmen zwei Hitlerleute gefangen und kehrten unversehrt in ihre Einheit zurück.

Am 12. November wurden 24 deutsche Panzer abgeschossen; auf der Ostsee wurden zwei deutsche Transportschiffe versenkt.

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