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SowInformBüro berichtet
Die Lage an den Fronten am 30. März 1945

Verbände der 2. Weißrussischen Front haben heute die Stadt und Festung Gdansk (Danzig) im Sturm genommen. Der Feind hatte die Stadt auf eine Langzeitverteidigung vorbereitet. Die Zufahrtswege waren durch in drei Linien gestaffelte Verteidigungsanlagen gedeckt. Alle Ortschaften in diesem Raum hatten die Deutschen in befestigte Stützpunkte verwandelt. Rund um die Stadt waren Eisenbetonbunker, Kasematten für Feld- und Küstenartillerie sowie unterirdische Unterstände für die Mannschaften eingerichtet worden. Die Steingebäude waren zu Feuernestern umfunktioniert und durch Laufgräben miteinander verbunden worden. In den Straßen der Stadt hatten die Hitleristen Gräben gezogen und Sperren gebaut, hinter denen Geschütze für den direkten Beschuss aufgestellt worden waren. Die Stadt war von starken deutschen Kräften verteidigt worden, die von Schiffsartillerie unterstützt wurden.

Gefangene hatten mitgeteilt, dass Hitler seinen Truppen strengstens befohlen hatte, Danzig bis zum letzten Mann zu halten. Sich auf die Festung und sehr vorteilhafte Positionen stützend, hatten die Deutschen damit gerechnet, große Kräfte der Roten Armee vor Gdansk zu binden. Doch die Pläne der Hitleristen wurden durch das kluge und entschlossene Handeln der sowjetischen Verbände zum Scheitern gebracht.

Unsere durch Artillerie und Luftstreitkräfte unterstützten Infanteristen und Panzerbesatzungen griffen von Süden, Westen und Norden an, durchbrachen die vordere Verteidigungslinie der Deutschen und säuberten Häuserblock um Häuserblock von den feindlichen Verbänden. Heute brachen die sowjetischen Abteilungen den Widerstand des Gegners und nahmen den Ostteil der Stadt ein. Auch das letzte Bollwerk der Verteidigung der Deutschen – die Bastionen im Südwesten der Stadt – wurde genommen.

Damit haben die Truppen der 2. Weißrussischen Front in kürzester Frist die mächtige feindliche Verteidigung zerschlagen, eine starke deutsche Gruppierung vernichtet und Gdansk erobert – einen sehr wichtigen Hafen und eine erstklassige Flottenbasis der Deutschen an der Ostsee. In den Kämpfen um Gdansk haben die Deutschen an Gefangenen und Gefallenen mehr als 49.000 Soldaten und Offiziere verloren. Viele Panzer, Hunderte Geschütze, Minenwerfer und andere Bewaffnung des Gegners wurden vernichtet.



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