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SowInformBüro berichtet
Die Lage an den Fronten am 2. April 1945

Die Truppen der 2. Ukrainischen Front setzten ihre Offensive fort. Sowjetische Abteilungen überwanden einen Berg und rückten auf die tschechoslowakische Stadt Topolcany vor. Die Deutschen hatten eilends eine Infanteriedivision, zwei Reservebataillone und Teile einer Pionierbrigade hierher verlegt. Sich auf zuvor angelegte Verteidigungsstellungen stützend, unternahmen sie mehrere Gegenangriffe. Heute Morgen drangen die sowjetischen Verbände unter dem Schutz von Artilleriefeuer über den Fluss Nitra vor und brachen von Norden her in Topolcany ein. Zugleich überquerten andere Abteilungen den Fluss südlich der Stadt. Um Mittag eroberten die Truppen der Front nach zeitgleichen Schlägen von Norden, Osten und Südwesten die Stadt.

Unsere Infanteristen, Kavalleristen und Panzerbesatzungen, die gestern die Städte Trnava und Senec erobert hatten, sind weiter vorgerückt und kämpfen jetzt um die Gebirgspässe der Kleinen Karpaten. Sowjetische Gardeeinheiten unternahmen einen schnellen Vorstoß und drangen bis vier Kilometer vor Bratislava vor. Der Gegner zieht hier eilends Verstärkungen zusammen und leistet hartnäckigen Widerstand.

Der an der 1. Weißrussischen Front gefangen genommene Kommandeur der 402. Deutschen Infanteriedivision, Generalleutnant Siegmund von Schleinitz, gab an: „Die Angriffsoperationen der Roten Armee überstiegen alle unsere Vermutungen. Ich irre mich nicht, wenn ich sage, dass kein einziger deutscher General solch einen schnellen Zusammenbruch der deutschen Front an der Weichsel vorausgesehen hat. Bis vor kurzem war das als völlig unmöglich und unwahrscheinlich erscheinen.

Als Pommern Gefahr drohte, stellte das deutsche Oberkommando auf der Basis von Militärschulen und Reserveeinheiten vier Divisionen auf und schickte sie umgehend an die Front. Außerdem wurden mehrere Divisionen aus dem Westen, aus Norwegen und von anderen Frontabschnitten hierher verlegt. Aber alle diese Maßnahmen konnten die Lage nicht retten. Meine Regimenter wurden eins nach dem anderen zerschlagen; die Division hörte auf zu bestehen. Ihre Reste zerstreuten sich in den Wäldern; ich geriet in Gefangenschaft.“



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