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Die Lage an den Fronten am 14. November 1944

In Ungarn überwanden unsere Truppen den Widerstand des Gegners und rückten weiter vor. Nördlich von Szolnok haben die Deutschen frische Infanteriekräfte und eine Großzahl an Selbstfahrlafetten aufgeboten. Im Laufe des Tages unternahmen sie mehrere vergebliche Gegenangriffe, bei denen sie 16 Panzer und mehr als 600 Soldaten und Offiziere verloren. Nördlich von Cegled haben unsere Infanterie- und Kavallerie-Einheiten die Hitlerleute nach erbitterten Kämpfen aus der Stadt Nagykata verjagt, einem stark befestigten Knotenpunkt in der Verteidigung des Gegners im Vorfeld der ungarischen Hauptstadt. Auf dem Schlachtfeld blieben Hunderte feindlicher Leichen zurück. Es konnten Trophäen gemacht werden – u.a. 18 Feld- und 14 Flak-Geschütze 25 Minenwerfer, mehrere Lager mit Munition und Militärgut.

Gestern und heute kam es zu erbitterten Kämpfen an der Donau, westlich von Kecskemet. In diesem Gebiet hielt der Gegner einen Brückenkopf am Ostufer der Donau in seiner Hand. Die Deutschen hatten die Stadt Szolt und eine weitere Ortschaft stark befestigt und darauf gewartet, in einem günstigen Augenblick die Flanke unserer Truppen anzugreifen, die vor Budapest im Kampf stehen.

Die sowjetischen Truppen holten zu einem Überraschungsschlag gegen den Gegner aus und stürmten die Stadt Szolt. Die feindliche Garnison ist vernichtet. Hunderte deutscher und ungarischer Soldaten, die versucht hatten, die Donau zu überqueren, sind im Fluss ertrunken. Nach der Liquidation des gegnerischen Brückenkopfes am Ostufer der Donau wurden viele Waffen erbeutet. 1.200 Hitlerleute wurden gefangengenommen.

Unsere Luftwaffe unterstützte die Handlungen der Bodentruppen und beschoss die Panzer, Mannschaften und Artillerie-Stellungen des Gegners. In Luftkämpfen schossen die sowjetischen Piloten drei Bomber und 14 deutsche Jagdflugzeuge ab. In den Kämpfen vom 8. bis 13. November wurden in Ungarn insgesamt.7.700 deutsche und ungarische Soldaten und Offiziere gefangen genommen.

Während der Kämpfe in den Karpaten fügten die Truppen der 4. Ukrainischen Front der 1. Ungarischen Armee schwere Verluste zu. Der Gegner verlor an Getöteten und Verletzten Zehntausende seiner Soldaten und Offiziere. In der Nähe einer Siedlung wurde eine Gruppe Ungarn gefangengenommen, bestehend aus 384 Soldaten, 14 Unteroffizieren und zwei Offizieren. Oberleutnant Kisz sagte: „Unsere Brigade ist völlig zerschlagen. Mehrere Tage irrten wir durch die Wälder, wie gejagte Tiere. Die Deutschen versprachen uns Panzer, haben uns aber, wie immer, belogen. Um sich zu retten, müssen die Ungarn so schnell wie möglich mit den Deutschen brechen.“

An einem anderen Frontabschnitt wurden der Kommandeur des 3. Bataillons der 6. Ungarischen Infanterie-Division, sein Adjutant und eine Gruppe Soldaten gefangengenommen. Der Hauptmann sagte aus: „Die ungarischen Truppenteile stehen vor einer Katastrophe. Der einzige vernünftige Ausweg ist, auf die Seite der Roten Armee überzulaufen und mit ihr gemeinsam gegen die Deutschen zu kämpfen.“

In demselben Gebiet sind 95 Soldaten und drei Offiziere der 1. Kompanie des 10. Ungarischen Bergschützen-Bataillons zu uns übergelaufen. Der Kompaniechef Milosz Berend teilte mit: „Von 16 Offizieren hat allein Kapitän Timor der „Regierung“ des deutschen Strohmannes Salaszi den Eid geschworen. Ich und alle anderen Offiziere haben dies kategorisch abgelehnt. Wir sind der Meinung, dass nur der sofortige Bruch mit Deutschland Ungarn vor dem Untergang retten kann.“

An der 1. Ukrainischen Front kam es zu gegenseitigem Artillerie- und Minenwerferbeschuss. Eine Aufklärergruppe unter der Führung von Leutnant Makarow absolvierte einen erfolgreichen Ausfall gegen die Stellungen der Deutschen. Die Aufklärer näherten sich unentdeckt den feindlichen Positionen und erbeuteten ein Maschinengewehr und zwei deutsche MG-Schützen. Die Aufklärungs-Abteilung von Oberleutnant Tichonow vernichtete im Laufe der Nacht acht Hitlerleute und nahmen einen Gefangenen. Die Scharfschützen Schidanowski, Kamkaradse, Arefjew und Michousow vernichteten innerhalb von drei Tagen 30 deutsche Soldaten und Offiziere.

Eine Gruppe unserer Piloten unter der Führung von Gardehauptmann Kratinow griff ein Öllager des Gegners an. Auf dem Gelände entflammte ein großes Feuer. Es brannten Tanks mit Treibstoff und Dienstgebäude.

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