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Die Lage an den Fronten am 8. April 1945

Die Truppen der 3. Weißrussischen Front haben die Stadt und Festung Königsberg im Sturm genommen. Vor dem Beginn des Sturms überzogen unsere Artilleristen die gegnerischen Stellungen mit einem Sturm von Feuer. Nach zwei bis drei Stunden Artillerievorbereitung ging die sowjetische Infanterie zum Angriff über. An den äußeren Verteidigungsstellungen rund um die Stadt kam es zu erbitterten Kämpfen. Die Stellungen bestehen aus 13 Haupt- und drei Hilfsforts, die durch eine Ringchaussee miteinander verbunden sind. In jedem Fort stehen Festungsgeschütze, Batterien an Feldgeschützen und viele Maschinengewehre. In den Räumen zwischen den Forts wurden Eisenbetonbunker eingerichtet. Vor den Befestigungen hatten die Deutschen einen tiefen, mit Wasser gefüllten Panzerabwehrgraben ausgehoben. Die Garnison der Stadt leistete hartnäckigen Widerstand.

Unsere Verbände schlugen von Nordwesten und Süden zu. Nach erbitterten Kämpfen durchbrachen die sowjetischen Abteilungen den äußeren Ring der Festungsstellungen und nahmen mehrere Stadtteile von Königsberg ein. Es wurden sieben Forts und viele Bunker wurden besetzt; vom Feind gesäubert wurden die Infanteriekasernen, der Rangierbahnhof, der Hauptbahnhof, der Güterbahnhof, eine Maschinenbaufabrik, die Eisenbahnwerkstätten und der Königsberger Hafen.

Den Erfolg ausbauend, haben sich unsere von Süden angreifenden Verbände mit den von Nordwesten anrückenden Abteilungen vereint, womit sie die Königsberger Garnison in eine eiserne Zange genommen haben. Sowjetische Sturmgruppen überwinden erfolgreich Sperren und Barrikaden in den Straßen und verdrängen die Deutschen aus den befestigten Gebäuden. Die Schlachtfelder sind mit den Leichen von Hitleristen übersät. Die Zahl der Gefangenen wächst unablässig an.

Im Raum Wien setzten die Verbände der 3. Ukrainischen Front die Offensive fort. Sowjetische Abteilungen durchbrachen die stark befestigte Verteidigungslinie der Deutschen am südlichen Stadtrand von Wien und nahmen nach harten Gefechten den Ost- und den Südbahnhof. Andere Einheiten säuberten bei einem schnellen Vorstoß mehrere Häuserblocks von den Hitleristen und nahmen den Westbahnhof ein.

Die erbitterten Gegenangriffe der Deutschen zur Wiederherstellung der Lage hatten keinen Erfolg. Unsere westlich von Wien agierenden Truppen nahmen die Stadt Tulln am Südufer der Donau ein. Im Laufe der Gefechte hat der Gegner horrende Verluste. An einem Tag wurden nach unvollständigen Angaben mehr als 6.000 deutsche Soldaten und Offiziere vernichtet.

Die Bevölkerung von Österreich bereitet den Kämpfern der Roten Armee einen herzlichen Empfang und begrüßt sie als ihre Befreier vom deutsch-faschistischen Joch. In den Städten hängen die Bewohner die Staatsflaggen der Sowjetunion und von Österreich aus. In der Ortschaft Weichersdorf kamen den Kämpfern der Roten Armee mehr als 200 Studenten und andere junge Leute mit Fahnen entgegen.

Auf den Fahnen standen die Losungen: „Ruhm der Roten Armee“ und: „Es lebe die Rote Armee“. In Eisenstadt verweigerte die Bevölkerung die von den Deutschen angeordnete Evakuierung. Die Bewohner versteckten sich in Kellern und Bunkern. Als die sowjetischen Einheiten die Stadt erobert hatten, verließen Erwachsene und Kinder die Keller und begrüßten die Kämpfer und Offiziere der Roten Armee mit großer Freude.



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