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Die Lage an den Fronten am 9. April 1945

Truppen der 3. Weißrussischen Front haben heute nach einem zwei Tage andauernden Sturm die Festung und Hauptstadt von Ostpreußen, Königsberg, eingenommen. In den Kämpfen um Königsberg haben die sowjetischen Krieger eine weitere ruhmreiche Seite in das Buch der Geschichte des heroischen Kampfes der Roten Armee gegen die deutsch-faschistischen Eroberer geschrieben. Königsberg ist eine alte, erstklassige Festung. In den letzten Jahren hatte der Gegner sie modernisiert und mit einem Höchstmaß an mächtiger Kriegstechnik ausgestattet. Forts mit Festungsartillerie; hunderte, durch unterirdische Gänge verbundene Eisenbetonbunker, Panzerabwehrgräben und ein weit ausgebautes Netz an Feldbefestigungen deckten die Stadt von allen Seiten.

Königsberg wurde von einer starken Gruppierung deutscher Truppen verteidigt, die über große Vorräte an Waffen und Munition verfügte. Hitler hatte der Königsberger Garnison den strengen Befehl erteilt, die Festung bis zum letzten Soldaten zu verteidigen. Sondereinheiten von SS und Gestapo erschossen an Ort und Stelle jeden Soldaten oder Offizier, der eigenmächtig die Stellung verlassen oder sich ergeben wollte.

Durch vernichtende Schläge der Artillerie, massierte Luftangriffe und schnell vorgetragene Angriffe der sowjetischen Infanterie und Panzer wurde der äußere Verteidigungsring von Königsberg überwunden. Die Gefechte verlagerten sich in die Straßen der Stadt. Die Deutschen hatten sich auf eine Langzeitverteidigung eingerichtet und die Steingebäude zu Stützpunkten ausgebaut. Viele Bauten sprengten sie, um die Feuerlinie freizumachen und Sperren anzulegen.

Sowjetische Gardeabteilungen besetzten durch einen schnellen Vormarsch den Südteil von Königsberg bis zum Pregel, überquerten den Fluss und griffen die Deutschen in der Stadtmitte an. Allein am ersten Gefechtstag erbeuteten die Gardisten eine Großzahl an Waffen, zwei Panzerzüge, mehr als 100 Lokomotiven und mehr als 7.000 Eisenbahnwaggons.

Unsere von Panzern und Selbstfahrlafetten verstärkten Sturmabteilungen säuberten einen Häuserblock nach dem anderen vom Feind; sie kämpften um jedes befestigte Gebäude. Die Garnisonen einzelner Stützpunkte hielten den Schlägen unserer Verbände nicht stand und gaben nacheinander auf. Die Garnison von Fort 5 A kapitulierte; die Garnison eines anderen Forts ergab sich erst, als die Hälfte der Mannschaften bereits liquidiert war. Bald darauf fiel die städtische Zitadelle. Unsere Verbände haben am Ende des Tages die letzten Widerstandsherde niedergedrückt und Königsberg voll und ganz eingenommen.

Die Bevölkerung der befreiten österreichischen Dörfer und Städte empfangen die Abteilungen der Roten Armee voller Wärme und Freude. In Schattendorf begrüßten die Bewohner die sowjetischen Kämpfer mit den Ausrufen: „Es lebe die Rote Armee!“ Der ortsansässige Lehrer Paul Pinter erklärte: „Die deutschen Faschisten haben unser Land okkupiert und das österreichische Volk in den Krieg hineingezogen. Wir wollten Deutschlands Niederlage in diesem Krieg und die Wiederherstellung eines freien und unabhängigen Österreich.“



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