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Die Lage an den Fronten am 10. April 1945

Die Truppen der 3. Ukrainischen Front setzten ihre erfolgreichen Straßenkämpfe in Wien fort. Die Deutschen haben die österreichische Hauptstadt in ein Schlachtfeld verwandelt und sind gewillt, in der Stadt einen langen Kampf zu führen. Sie unternahmen verzweifelte Versuche, eine feste und dauerhafte Verteidigung aufzubauen. Durch die entschlossenen Handlungen der sowjetischen Truppen wurden diese Pläne vereitelt. Alle am Westufer des Donaukanals gelegenen Stadtteile sind vom Gegner gesäubert. Unsere von Nordwesten entlang des Donaukanals angreifenden Verbände sind unter Kämpfen in die Stadtmitte eingedrungen und haben sich mit den von Süden und Westen angreifenden Abteilungen vereint.

Der Franz-Joseph-Bahnhof, das Garnisonshospital, die Kavalleriekasernen, die Akademie der Wissenschaften und andere Gebäude wurden eingenommen. Nach einem erfolgreichen Umgehungsmanöver haben unsere Gardeeinheiten eine gegnerische Gruppe in den Vororten Altmannsdorf, Azgersdorf, Alterlaa und Neuerlaa eingekesselt. Die in den Kessel geratenen Abteilungen von zwei deutschen SS-Panzerdivisionen, ein Reserveregiment und sechs selbständige Bataillone wurden heute Morgen liquidiert. In den Straßen der Vororte blieben mehr als 3.000 feindliche Leichen liegen.

Der gefangene Kommandeur der 6. Kompanie des 2. motorisierten Regiments der 1. SS-Panzerdivision „Adolf Hitler“, Obersturmführer Kurt Stellmacher, gab an: „Im Dezember letzten Jahres nahm unsere Division an der Offensive der deutschen Truppen an der Westfront teil. Zunächst entwickelte sich die Operation mit Erfolg, und wir konnten viel Gelände gewinnen. Im Januar gingen die Russen zur Offensive über. Die deutsche Führung begann mit der Verlegung von Truppen an die sowjetisch-deutsche Front. Unsere Division wurde nach Ungarn geschickt, in die Stadt Gyor, wo wir Ende Februar eintrafen.

Viele Soldaten waren unzufrieden damit, in Ungarn kämpfen zu müssen. Sie sagten untereinander: „Die angloamerikanischen Verbände bedrohen das Ruhrgebiet, und wir gehen hier zugrunde, anstatt das deutsche Territorium zu verteidigen.“ Auf Befehl des Kommandeurs der Division, Brigadenführer Kumm, mussten die Offiziere den Soldaten jeden Tag deutlich machen, warum es nötig ist, Ungarn zu verteidigen und die Russen hinter die Donau zurückzudrängen. Die Offensive, die uns so hohe Verluste gebracht hatte, verlor jedoch schnell an Kraft. Dann gingen die russischen Truppen selbst zum Angriff über und zerschlugen unsere besten Divisionen.“



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