Ein Projekt von: aktuell.ru, RIA Nowosti und Echo Moskaus
SowInformBüro berichtet
Die Lage an den Fronten am 11. April 1945

Nordwestlich von Bratislava rückten Verbände der 2. Ukrainischen Front unter Kämpfen weiter vor. Die Deutschen haben eilends frische Kräfte an Panzern und Infanterie in diesen Raum geworfen und versuchen, die angreifenden sowjetischen Abteilungen durch Gegenangriffe aufzuhalten. Den Feind zurückdrängend, haben unsere Truppen mehrere Ortschaften und Eisenbahnstationen eingenommen. Bei den Deutschen wurden 44 Lokomotiven, 1.050 Waggons, fünf Militärlager und andere Trophäen erbeutet.

In Wien setzten Verbände der 3. Ukrainischen Front die erfolgreichen Straßenkämpfe fort. Sowjetische Abteilungen überquerten unter der Deckung von Artilleriefeuer an mehreren Stellen den Donaukanal. Unsere Sturmabteilungen brachen den hartnäckigen Widerstand der Deutschen und eroberten das städtische Elektrizitätswerk. Der Park Prater wurde vom Gegner gesäubert. Öllager wurden erbeutet.

Sowjetische Einheiten umgehen die feindlichen Verteidigungsstützpunkte und vernichten ihre Besatzungen. Der Gegner unternahm mehrere Gegenangriffe, wurde aber mit großen Verlusten für sich selbst zurückgedrängt. An einem Gefechtstag wurden mehr als 4.000 deutsche Soldaten und Offiziere vernichtet.

Die Hitleristen haben mit allen Mitteln versucht, die Bewohner von österreichischen Dörfern und Städten zu zwingen, sich den abziehenden deutschen Truppen anzuschließen. Die Deutschen brachten die wildesten Märchen über die Rote Armee in Umlauf, um die friedliche Bevölkerung in Angst zu versetzen. Doch die Anstrengungen der deutschen Militärs hatten keinen Erfolg.

Die Mehrheit der Einwohner der Dörfer und Städte Österreichs blieben an Ort und Stelle. Aus der Stadt Hainburg flohen nur die Leiter faschistischer Organisationen und Deutsche, die sich nach der Besetzung durch die deutsche Armee in Österreich niedergelassen hatten. Die deutsche Militärmacht hatte die gesamte männliche Bevölkerung zum Volkssturm mobilisiert. Als die sowjetischen Abteilungen herangerückt waren, wechselten die österreichischen Volkssturmleute zur Roten Armee über.

In der Stadt Bruck weigerten sich alle Einwohner, sich der von den Deutschen durchgeführten Evakuierung anzuschließen. Leopold Halter, der vor dem Einmarsch der Deutschen nach Österreich Bürgermeister der Stadt gewesen war, erzählt: „Ein paar Tage vor der Einnahme von Bruck durch die Rote Armee fand in der Stadt eine Demonstration statt. Mehr als tausend Einwohner versammelten sich vor dem Gebäude der Stadtverwaltung; sie schwenkten weiße Taschentücher und forderten die kampflose Übergabe der Stadt.

Nur mit Hilfe von SS-Leuten und Gendarmen gelang es dem Kommandanten der Stadt, Oberstleutnant Müller, die Demonstranten auseinander zu treiben.“ Der Eisenbahner Franz Krakauer erklärte: „Wir freuen uns über die Ankunft der Roten Armee und danken ihr dafür, dass sie uns vom deutsch-faschistischen Regime befreit hat. Jeder Österreicher träumt von der Wiedergeburt eines unabhängigen und demokratischen Österreich.“



SowInformBüro

Zum kompletten Frontbericht von SowInformBüro auf Russisch geht es hier >>>


Alle deutschen Übersetzungen der SowInformBüro-Berichte >>>
Kriegsende-Banner für Ihre Website

Dies ist ein Projekt von Russland-Aktuell, RIA Nowosti und Radio Echo Moskaus
Weitere Verwendung im Internet nur mit Quellenangabe und Link zu
kriegsende.aktuell.ru
© .RUFO; © RIA Nowosti