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Die Lage an den Fronten am 12. April 1945

Am 9. und 10. April flogen die Luftstreitkräfte der Baltischen Rotbanner-Flotte Angriffe gegen Kriegsschiffe und Transportschiffe der Deutschen im Hafen Pillau und auf dem offenen Meer nordwestlich von Pillau. Durch diese Angriffe wurden zwei deutsche Zerstörer, zwei Patrouillenboote und zehn Transportschiffe mit einer Wasserverdrängung von insgesamt 60.000 Tonnen und ein Tankschiff mit einer Wasserverdrängung von 2.000 Tonnen versenkt. Außerdem wurden ein Zerstörer, ein Patrouillenboot und sieben Transportschiffe des Gegners durch Volltreffer beschädigt.

Nordöstlich von Bratislava setzten unsere Truppen ihre Offensive fort. Der Gegner hat im Raum Bile Karpaty Sperren und viele Bunker eingerichtet und leistet hartnäckigen Widerstand. Die in dem schwierigen Gebirgs- und Waldgelände agierenden sowjetischen Abteilungen rücken unaufhaltsam weiter vor. Unsere Einheiten dringen in den Rückraum der Deutschen ein und desorganisieren durch Überraschungsangriffe ihre Verteidigung.

Nordöstlich von Wien rückten Verbände der 2. Ukrainischen Front unter Kämpfen weiter vor. Die Deutschen haben eine weitere Panzerdivision und starke Infanteriekräfte in die Schlacht geworfen und versuchen mit Gegenangriffen, das Vordringen unserer Abteilungen in den Rückraum ihrer Wiener Gruppierung zu verhindern. Den hartnäckigen Widerstand des Gegners überwindend, eroberten unsere Verbände die Eisenbahnstation Eibesbrunn und schnitten damit die Eisenbahn- und Straßenverbindung zwischen Wien und Brno ab.

Damit steht den im Raum Wien agierenden deutschen Truppen nur noch eine einzige Eisenbahnlinie zur Verfügung; sie führt am Nordufer der Donau entlang nach Nordwesten. Die Linie steht unter dem Beschuss der sowjetischen Artilleristen, die an das Südufer der Donau nordwestlich der österreichischen Hauptstadt vorgerückt sind.

Verbände der 3. Ukrainischen Front setzen ihre Kämpfe in den Straßen von Wien fort. Sowjetische Einheiten überquerten an weiteren Stellen den Donaukanal und bewegen sich, die Gegenangriffe der Deutschen abwehrend, Schritt für Schritt weiter voran. Zu besonders erbitterten Kämpfen kommt es in der Gegend um den Nordwestbahnhof. Die gemeinsam mit den Artilleristen agierenden Sturmabteilungen blockieren die Widerstandsnester der Deutschen und liquidieren sie. Der Gegner hat schwere Verluste. An einem Gefechtstag wurden mehr als 4.000 deutsche Soldaten und Offiziere vernichtet.

Der gefangen genommene deutsche Oberst Hans Janus gab an: „Im Laufe langer Zeit hatten Militärabteilungen und die Zivilbevölkerung auf dem Gebiet von Pommern Verteidigungsanlagen errichtet. Wir nahmen an, dass die russischen Verbände vor diesen mächtigen Befestigungen zum Stehen kommen. Unsere Rechnung ging aber nicht auf. Die Rote Armee machte die Pläne der deutschen Heeresführung zunichte. In Pommern umzingelten die sowjetischen Truppen mehrere deutsche Einheiten und vernichteten sie. Die Division „Märkisch-Friedland“ war Ende Januar 1945 aufgestellt worden. Die neue Division existierte nur kurz und wurde zerschlagen. Die am Leben gebliebenen Soldaten verstreuten sich in den Wäldern und wurden gefangen genommen.“



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