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Die Lage an den Fronten am 13. April 1945

Die Verbände der 2. Ukrainischen Front setzten ihre Offensive fort. Die sowjetischen Abteilungen bewegen sich auf einem sumpfigen und unzugänglichen Terrain; sie nahmen die Ortschaft Mala Buda ein und überquerten unter dem Schutz der Artillerie den Fluss Morava. Den Widerstand des Gegners überwindend, schnitten unsere Abteilungen die Eisenbahnlinie von Hodonin nach Nordosten ab. Andere Abteilungen überquerten heute im Morgengrauen den Fluss Morava südlich von Hodonin und schnitten durch einen schnellen Schlag die Eisenbahnlinie und die Straße nach Südosten ab.

Beim Versuch, Hodonin zu halten, unternahmen die Deutschen mehrere Gegenangriffe. Sie hatten die Stadt zur Rundumverteidigung hergerichtet und an den Stadträndern Artillerie- und Maschinengewehrbunker angelegt. Mit einem raschen Angriff drangen die sowjetischen Abteilungen von Nordosten in die Stadt ein. Bei erbitterten Straßenkämpfen zerschlugen unsere Truppen die Garnison des Gegners und eroberten gegen Mittag die Stadt. In der Schlacht um Hodonin wurde ein deutsches Infanterieregiment zerschlagen. Es wurden 350 Gefangene gemacht und viele Trophäen erbeutet.

Truppen der 3. Ukrainischen Front eroberten heute mit Unterstützung von Verbänden der 2. Ukrainischen Front Wien. In den Kämpfen um die Befreiung der Hauptstadt von Österreich von den deutsch-faschistischen Eroberern bedeckten die sowjetischen Abteilungen ihre Banner mit unvergänglichem Ruhm. Nach den Plänen der deutschen Heeresführung sollte die Stadt zum Schauplatz langwieriger Kämpfe werden.

Noch 1944 hatte der Gegner mit dem Bau von Verteidigungsanlagen rund um Wien begonnen. Die Bedingungen des Geländes waren vorteilhaft für die Verteidigung. Von Westen wird die Stadt von einer Gebirgskette gedeckt, von Norden und Osten von der breiten und wasserreichen Donau. An den südlichen Zufahrtsstraßen hatten die Deutschen eine mächtige Verteidigungsanlage mit Panzerabwehrgräben, einem weit verzweigten System an Laufgräben und einer Vielzahl an Bunkern und Feuernestern errichtet. Jede Ortschaft in der Nähe von Wien war für eine langwierige Rundumverteidigung eingerichtet worden.

Im Laufe von erbitterten Kämpfen hatten die Verbände der 3. Ukrainischen Front den äußeren Verteidigungsring durchbrochen und am 7. April Straßenkämpfe im Südteil der Stadt aufgenommen. Zugleich rückten sowjetische mobile Einheiten nach einem schnellen Umgehungsmanöver durch die Berge nordwestlich von Wien an die Donau vor und begannen den Sturm der Stadt von Westen und Nordwesten. Am 10. April hatten unsere Truppen den größten Teil der Stadt am Westufer des Donaukanals vom Gegner gesäubert.

Die Kämpfe verlagerten sich in den Raum zwischen dem Kanal und der Donau. Hier leisteten die Deutschen hartnäckigen Widerstand. Sie zogen frische Kräfte an Panzern und Infanterie heran und klammerten sich buchstäblich an jedes Haus, wobei sie oft wütende Gegenangriffe unternahmen. Die durch Artillerie verstärkten sowjetischen Abteilungen nahmen jedes Gebäude im Sturm. Gestern drangen unsere Einheiten zum Nordbahnhof vor; sie nahmen den Kampf um das Gelände des größten Wiener Eisenbahnknotenpunkts auf und drängten den Gegner an die Donau zurück.

Einer der Kämpfer fand zufällig einen unterirdischen Gang, der zur Donau führt. Durch diesen Gang drangen die sowjetischen Abteilungen in den Rücken des Gegners vor und griffen die Deutschen plötzlich an. Die ganze Nacht liefen pausenlos Straßenkämpfe. Heute machten unsere Truppen die letzten Widerstandsherde der Deutschen nieder und säuberten die österreichische Hauptstadt vom Gegner.

Die Hitleristen hatten die Absicht, Wien in eine Steinwüste zu verwandeln. Sie wollten die Bewohner der Stadt den Schrecken einer langen Belagerung und andauernder Straßenkämpfe aussetzen. Durch kluges und entschlossenes Handeln vereitelten unsere Truppen die verbrecherischen Pläne der deutschen Heeresführung. Wien, die Hauptstadt von Österreich, wurde in wenigen Tagen von den deutsch-faschistischen Eroberern befreit.



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