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Die Lage an den Fronten am 15. April 1945

Auf der Halbinsel Samland setzten unsere Truppen nordwestlich und westlich von Königsberg ihre Offensive fort. Sowjetische Panzer und Infanterie brachen den feindlichen Widerstand und rückten mit einem schnellen Vorstoß an den Wald westlich der Ortschaft St. Lorenz vor. Die Deutschen hatten in diesem Raum viel Artillerie konzentriert. Außerdem verkehrte auf der Eisenbahnlinie entlang der Küste ein deutscher Panzerzug. Der Schlag unserer Verbände kam derart überraschend, dass die sorgfältig vorbereitete Verteidigung des Gegners völlig auseinander fiel. Sowjetische Panzer griffen den feindlichen Panzerzug an und setzten ihn außer Gefecht. Zugleich wurden die Artilleriestellungen des Gegners zerschlagen.

Den Erfolg ausbauend, rückten unsere Verbände 15 Kilometer weiter vor und säuberten den Nordwestteil der Halbinsel Samland von den Deutschen. Zu erbitterten Kämpfen kommt es in den Wäldern an der Küste des Frischen Haffs. Unsere Truppen wehrten in diesem Raum zwölf feindliche Gegenangriffe ab und nahmen mehrere Eisenbetonbunker und stark befestigte Stützpunkte. Im Laufe des Tages wurden mehr als 5.000 deutsche Soldaten und Offiziere vernichtet.

Die Verbände der 2. Ukrainischen Front brachen den hartnäckigen Widerstand des Gegners und drangen von Osten in die Stadt Korneuburg zehn Kilometer nördlich von Wien ein. Zugleich setzten Abteilungen der 3. Ukrainischen Front über die Donau über und marschierten von Süden in Korneuburg ein. Bei Straßenkämpfen hatte die Garnison des Gegners große Verluste und zog sich ungeordnet zurück. Damit haben unsere Truppen der deutschen Gruppierung, die von Wien Richtung Norden abzuziehen versucht, alle Rückzugswege abgeschnitten.

Die sowjetischen Einheiten haben den eingekreisten Gegner von allen Seiten angegriffen. Die Deutschen leisteten wütenden Widerstand, hielten dem Druck der sowjetischen Truppen aber nicht stand. Unsere Infanteristen und Panzerbesatzungen haben den Gegner mit Unterstützung von Artillerie zuerst gespalten und die eingekesselte Gruppe dann in der zweiten Tageshälfte zerschlagen. Auf dem Schlachtfeld blieben Tausende Leichen von Soldaten und Offizieren des Gegners zurück.

Westlich von Wien sind die Verbände der 3. Ukrainischen Front auf breiter Front zum Fluss Traisen vorgerückt. Vereinzelte deutsche Gruppen wurden an den Fluss zurückgedrängt und vernichtet. Dem zurückflutenden Gegner auf den Fersen bleibend, überquerten die sowjetischen Abteilungen den Fluss nördlich und südlich der Stadt St. Pölten und nahmen diesen mächtigen Verteidigungsstützpunkt der Deutschen im Sturm. Der Gegner zieht sich unter großen Verlusten zurück.



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