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Die Lage an den Fronten am 19. April 1945

Auf dem Gebiet der Tschechoslowakei führten unsere Truppen nordöstlich von Hodonin Angriffskämpfe. Sowjetische Abteilungen rückten das Ostufer des Flusses Morava entlang vor und besetzten mehrere stark befestigte Verteidigungsstützpunkte der Deutschen. Nördlich von Hodonin unternahmen deutsche Infanterie und Panzer mehrere Gegenangriffe, um unsere Truppen aufzuhalten, wurden aber unter großen Verlusten für sie selbst zurückgeworfen. Ein feindliches Infanteriebataillon wurde zerschlagen. Die gesamten Waffen des Bataillons wurden erbeutet und über 200 Gefangene gemacht.

Nördlich von Wien hat der Gegner seine schwer angeschlagenen Truppen mit frischen Kräften aufgefüllt und leistet nun hartnäckigen Widerstand. Mit gezielten Schlägen haben unsere Abteilungen die Deutschen aus der Ortschaft und Eisenbahnstation Alt Lichtenwart verdrängt. Es wurden Speicher mit Waffen und Militärgut erbeutet. Die sowjetischen Einheiten, die gestern Mistelbach eroberten, haben mehrere feindliche Gegenangriffe abgewehrt und sind sechs Kilometer nach Norden vorgerückt.

Die Bevölkerung der österreichischen Städte und Dörfer empfängt die Rote Armee mit großer Freude. Ein Bewohner von Eisenstadt, Professor Franz Elek, erzählt: „Die deutschen Militärbehörden hatten der Bevölkerung befohlen, innerhalb von drei Stunden die Stadt zu verlassen, aber fast alle Einwohner blieben. Mit den Deutschen flüchtete nur Bürgermeister Brüner, die Führer von faschistischen Organisationen und Nazi-Beamte. Der Hauptteil der Bewohner wollte nicht gehen.

Wir haben auf die Rote Armee gewartet; wir wussten, dass sie uns vom Hitlerismus befreien wird. 1938 hatten die Faschisten nach der Eroberung von Österreich mehr als 400 Einwohner von Eisenstadt verhaftet. Viele von ihnen sind in den Gestapo-Gefängnissen umgekommen.“

Der Arbeiter Georg Babtis teilte mit: „Ich bin 58 Jahre alt. Die Nazis zwangen mich, in den Volkssturm einzutreten, aber ich weigerte mich. Dafür warfen sie mich ins Gefängnis. Viele Alte mussten allerdings beim Volkssturm mitmachen. Als die Rote Armee sich der Stadt näherte, sind sie alle davongelaufen.“



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