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Die Lage an den Fronten am 23. April 1945

Die Truppen der 1. Weißrussischen Front bauten die erfolgreiche Offensive aus und drangen in die deutsche Hauptstadt Berlin ein. Der Gegner leistet wütenden Widerstand, räumt unter den Schlägen der sowjetischen Truppen aber eine Position nach der anderen. Durch ein Umgehungsmanöver und einen entschlossenen Sturm wurde die Stadt Frankfurt/Oder genommen, eine starke Festung an der Oder und ein großes Industriezentrum. Berlin von Norden umgehend, nahmen unsere Verbände nach schnellen Schlägen die Stadt Birkenwerder. Zugleich eroberten sowjetische Infanteristen und Kavalleristen die Stadt Oranienburg, ein wichtiges Zentrum der Metallurgie und chemischen Industrie.

Zu erbitterten Kämpfen kam es im Nordosten von Berlin. Die Deutschen hatten mehrere Infanterieregimenter und bis zu 40 selbständige Bataillone in die Schlacht geführt. Nach starkem Beschuss der feindlichen Stellungen durchbrachen unsere Verbände die deutsche Verteidigung. Ein Gaswerk und mehrere Häuserblocks wurden eingenommen.

Die von Osten angreifenden sowjetischen Panzerbesatzungen und Infanteristen haben die Deutschen aus der Stadt Köpenick verdrängt und sind in den Berliner Vorort Karlshorst eingedrungen. Der Flugplatz und mehrere Fabriken wurden genommen. Im Laufe der Gefechte hat der Feind riesige Verluste.

Die deutsche Armeeführung ergreift drakonische Maßnahmen, um den Widerstand ihrer Truppen zu verstärken. Gestern erhielten die deutschen Artillerieabteilungen per Funk den Befehl, mit Splittergeschossen auf die eigene zurückflutende Infanterie zu schießen. Auf alle Bitten der Kommandeure einzelner Abteilungen, den Rückzug zu erlauben, lautet die Antwortet der deutschen Armeeführung stets: „Haltet euch unter allen Umständen. Wer zurückgeht, wird erschossen.“

Die Verbände der 1. Ukrainischen Front setzten ihre erfolgreiche Offensive fort. Um die Stadt Cottbus, einen stark befestigten Verteidigungsstützpunkt der Deutschen am Fluss Spree, kam es zu erbitterten Kämpfen. Mit starken Schlägen verdrängten die sowjetischen Abteilungen die Hitleristen aus dem Nordteil der Stadt. Zugleich überquerten unsere Truppen die Spree und umgingen Cottbus von Westen. Daraufhin setzten sie zum Sturm der Stadt an. Bei Straßenkämpfen wurde die feindliche Garnison zerschlagen; sie zog sich ungeordnet zurück.

Die an die Front vorrückenden Reserven des Gegners vernichtend, sind unsere Verbände an einem Tag 50 Kilometer vorgerückt. Dabei trafen sie auf die stark befestigten und tief gestaffelten Verteidigungsstellungen der Deutschen südlich von Berlin. Mit mächtigen Schlägen von Artillerie, Kampfbombern, Panzereinheiten und Infanterie haben die sowjetischen Verbände die feindliche Verteidigung zermalmt und sind in die Straßen Berlins vorgedrungen.



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