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SowInformBüro berichtet
Die Lage an den Fronten am 26. April 1945

Die südlich von Stettin am Ostufer der Oder gelegenen Truppen der 2. Weißrussischen Front gingen zur Offensive über. Die sowjetischen Kämpfer hatten eine schwere Aufgabe zu lösen – sie mussten die Ost- und die West-Oder sowie die zwei bis vier Kilometer breite sumpfige Flussniederung dazwischen überqueren. Mit Unterstützung von Artillerie und Flugzeugen setzten sie im Schutz eines Rauchsvorhangs auf Fähren und Booten über die Ost-Oder über. Pioniere legten schnell Übergänge und Behelfswege durch die Sümpfe an. Daraufhin überquerten sowjetische Infanteristen die West-Oder und nahmen Kämpfe zur Ausweitung des Brückenkopfes am Westufer an.

Die Deutschen leisteten, gestützt auf ihre mächtigen Verteidigungsanlagen, hartnäckigen Widerstand. Sie unternahmen pausenlos Gegenangriffe, um unsere Verbände um jeden Preis zurückzuwerfen. Feindliche Piloten warfen Hunderte Schwimmminen über der Oder ab, um die Behelfsbrücken einzureißen. Die sowjetischen Pioniere verhinderten dies, indem sie die deutschen Minen aus dem Wasser zogen oder zur Detonation brachten. Gruppen von deutschen Tauchern versuchten, zu den Brücken vorzudringen und sie zu sprengen. Die hitleristischen Störer wurden rechtzeitig entdeckt und außer Gefecht gesetzt.

Mit ihren am Westufer konzentrierten Kräften gingen unsere Verbände zum Angriff über und durchbrachen die stark befestigte Verteidigung der Deutschen. Der Gegner warf eilends frische Reserven in den Kampfraum, konnte dem Druck der sowjetischen Abteilungen aber nicht standhalten. Den Erfolg ausbauend, haben die Truppen der Front heute Stettin, die Hauptstadt von Pommern, erobert. Im Verlauf der Gefechte im Vorfeld der Stadt wurden mehr als 3.000 deutsche Soldaten und Offiziere vernichtet.

Verbände der 1. Ukrainischen Front führten Straßenkämpfe im Südwesten von Berlin. Unsere Infanterie stürmt Tag und Nacht gegen den Feind an und verdrängt ihn aus seinen Unterständen. Die sowjetischen Einheiten drangen in die Straßen des Stadtbezirks Dahlem vor und nahmen nach hartnäckigen Gefechten das Gelände des Botanischen Gartens, sechs U-Bahn-Stationen und die Kasernen des Artillerie-Regiments. Am Ende des Tages war der Bezirk Dahlem vollends von den Truppen des Gegners gesäubert.

Die Verbände der 2. Ukrainischen Front setzten ihre Offensive fort. Sowjetische Abteilungen durchbrachen die Langzeitverteidigungslinien der Deutschen und drangen zum östlichen Stadtrand von Brno vor. Zugleich umgingen andere Einheiten Brno von Westen, schnitten der feindlichen Garnison alle Rückzugswege ab und drangen von Nordwesten in die Stadt vor.

Es kam zu erbitterten Straßenkämpfen. Die durch Geschütze und Panzer verstärkten sowjetischen Sturmabteilungen rückten unaufhaltsam vor und säuberten Häuserblick um Häuserblock von den Hitleristen. Der Gegner versuchte ohne Erfolg, seiner Garnison von Westen her zu Hilfe zu eilen. Nach hartnäckigen Kämpfen haben unsere Verbände heute tagsüber die deutsche Garnison zerschlagen und Brno – nach Prag die zweitgrößte Stadt der Tschechoslowakei – erobert.



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