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Die Lage an den Fronten am 27. April 1945

Verbände der 2. Weißrussischen Front nahmen die Stadt Prenzlau im Sturm. Andere Einheiten besetzten Angermünde, einen stark befestigten Verteidigungsstützpunkt der Deutschen. In Angermünde kreuzen sich fünf Eisenbahnlinien und mehrere Überlandstraßen. Unsere Truppen erbeuteten 57 Geschütze und andere Trophäen. Mehr als 600 deutsche Soldaten und Offiziere wurden gefangen genommen.

Die Verbände der 1. Weißrussischen Front setzten ihre Offensive fort. Unsere Abteilungen rückten in die Straßen von Ratenow vor, das 60 Kilometer westlich von Berlin liegt. Die in den Steinhäusern festsitzenden Deutschen leisteten hartnäckigen Widerstand. Sowjetische Kavalleristen umgingen Ratenow von Süden und besetzten die Stadt nach einem entschlossenen Schlag. Unsere von Westen auf Berlin vorrückenden Truppen sind in Spandau eingebrochen und haben die Deutschen an die Havel zurückgedrängt.

Zugleich holten die sowjetischen Artilleristen von den nordwestlichen Stadtbezirken Berlins aus zu einem Feuerschlag gegen den Gegner aus. Nach einem kurzen, aber erbitterten Gefecht zerschlugen unsere Verbände die feindliche Garnison und nahmen Spandau ein. Es wurden 200 Geschütze und andere Trophäen erbeutet.

Zu erbitterten Kämpfen kam es um Potsdam. Der Gegner hatte sich am Kanal und im Seengebiet nördlich der Stadt festgesetzt und leistete verzweifelten Widerstand. Sowjetische Panzerbesatzungen und Infanteristen überquerten den Kanal und eroberten Potsdam nach Straßenkämpfen. Potsdam ist die einstige Residenz der preußischen Könige.

In Berlin überquerten unsere Panzer und die Infanterie den Landwehr- und den Teltow-Kanal und drangen in die Straßen des Stadtbezirks Neukölln ein. Dem Feuerwiderstand standhaltend und die feindlichen Gegenangriffe abwehrend, säuberten unsere Verbände den Stadtbezirk Tempelhof und eroberten den Flughafen Tempelhof. Genommen wurden die Rundfunkstation, das Gebäude der Reichsbank, eine Flugzeugfabrik, ein Elektrokabel-Werk und andere Unternehmen. Im Laufe der Straßenkämpfe in Berlin wurden an einem Tag mehr als 8.000 deutsche Soldaten und Offiziere vernichtet.

Die Verbände der 1. Ukrainischen Front setzten ihre Offensive fort. Sowjetische Infanteristen drangen an den östlichen Stadtrand von Wittenberg vor. Dies ist ein starker Verteidigungsstützpunkt der Deutsche an der Elbe. Es kam zu erbitterten Kämpfen, die mehrmals zum Nahkampf übergingen.

Fast eine Bataillonsstärke an Hitleristen vernichtend, drangen unsere Kämpfer in die Straßen von Wittenberg vor. Andere Abteilungen umgingen die Stadt von Norden. Durch Schläge von zwei Seiten wurde die deutsche Garnison an die Elbe gedrängt und zerschlagen. Ein Teil der deutschen Soldaten gab den Widerstand auf und ergab sich.



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