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Die Lage an den Fronten am 11.November 1944

Im Laufe des 11.November nahmen unsere Truppen zwischen den Flüssen Theiss und Donau einige Ortschaften ein. Bulgarische Truppen, die auf dem Gebiet Jugoslawiens gegen die Deutschen vorgingen, nahmen die Städte Stip und Veles ein. Am 10.November wurden im Laufe der Kämpfe insgesamt 8 deutsche Panzer vernichtet. In Ungarn setzten unsere Truppen zwischen Theiss und Donau ihre Angriffe fort. Der Gegner, der neue Kräfte in den Kampf warf, versuchte, die sowjetischen Einheiten zurückzuwerfen. Dies gelang ihm trotz schwerer Verluste aber nicht. Er wurde noch weiter zurückgedrängt. Unsere Einheiten nahmen die Bahnhöfe Mesenjarad und Klementyna ein.

Auf die Seite der Roten Armee flüchtete mit seinem Flugzeug der Chef des Stabes des 7.ungarischen Armee-Korps, Oberst Otto Hatz. Der Oberst erklärte: „Ich bin seit langem Anhänger eines Friedens mit der Sowjetunion. Jetzt hat auch der Letzte Verstanden, dass die Deutschen den Krieg verloren haben. Wenn Ungarn nicht bald mit Hitler-Deutschland bricht, dann ziehen uns die Deutschen mit in den Abgrund. Ich habe mit hohen Offizieren der ungarischen Armee gesprochen. Viele von ihnen teilen meine Ansichten.“

Südlich der Stadt Pultusk gab es Artillerie-Feuergefechte.

Im Folgenden werden Auszüge aus dem Tagebuch des Uteroffiziers des 11.Zuges des 613.Wachregimentes der 203.Wachdivision, Philip Morgenruhe veröffentlicht. „Die Reste des 1. und des 3. Batallions sind aufgelöst. Sie werden zu einem neuen Batallion zusammengefasst. Sollte Deutschland schon am Ende sein? Ich meine, dass mit den menschen und Waffen, die uns zur Verfügung stehen, der Krieg schon nicht mehr gewonnen werden kann.

Gestern sind wir um 20 km zurückgegangen. Alle schweren Waffen mussten aufgegeben werden. Uns wurde ein Tagesbefehl des Armee-Befehlshabers vorgelesen. Alle Befehle, ungeachtet ihres Inhaltes, sollen unverzüglich und ohne Zaudern ausgeführt werden. Anderenfalls Â… Standgericht und Erschiessung.

Ich halte diese Befehle für bezeichnend. Der deutsche Soldat hat früher alle Anweisungen und Befehle der Führung ausgeführt, ohne Fragen zu stellen. Jetzt führen sie die Befehle nur noch aus Angst vor dem standgerichtlichen Erschiessung aus.

Wo ist unsere militärische Kraft geblieben? Wer die Gespräche der Mannschaften hört, der zieht die Schlussfolgerung, dass sie nicht mehr an einen für Deutschland glücklichen Ausgang des Krieges glauben. Mit menschlichen Körpern kann man den russischen Truppen den Weg nicht versperren. Die Kampfhandlungen finden schon auf deutschem Gebiet statt. Für uns Deutsche ist der Krieg schon unausweichlich verloren.“

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