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SowInformBüro berichtet
Die Lage an den Fronten am 29. April 1945

Die Truppen der 2. Weißrussischen Front setzten ihre Offensive fort. Unsere im Raum des Stettiner Hafens agierenden Verbände überwanden den Widerstand des Gegners und Minensperren auf den Waldwegen und rückten nach Anklam vor. Die feindliche Garnison leistete hartnäckigen Widerstand, wurde aber zerschlagen. Westlich von Prenzlau begannen gestern Kämpfe im Seengebiet. Die Deutschen hatten die Wege zwischen den Seen stark befestigt und dort viele Geschütze zusammengezogen. Unsere Truppen brachen die feindliche Verteidigung, rückten schnell vor und nahmen die Stadt Neubrandenburg im Sturm. Neubrandenburg ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, wo sich sechs Eisenbahnlinien und mehrere Überlandstraßen kreuzen.

Im Laufe der Gefechte hat der Gegner schwere Verluste. Gefangene berichten, dass die deutsche motorisierte Division „Ostsee“ in den letzten Kämpfen an Gefallenen und Gefangenen 80 Prozent ihres Bestands verloren hat. Das 27. und das 3. Artillerie-Regiment der Reserve der Heeresführung haben ihr gesamtes Material eingebüßt.

Die Verbände der 1. Weißrussischen Front setzten ihre Kämpfe in den Straßen von Berlin fort. Die in den zentralen Stadtteilen der deutschen Hauptstadt zusammengedrängten deutschen Truppen leisten verzweifelten Widerstand. Sowjetische Einheiten brachen vom Nordufer der Spree her in den Bezirk Moabit ein. Die Häuserblocks auf ihrem Wege vom Gegner säubernd, rückten unsere Kämpfe zum bekannten Moabiter Gefängnis vor und nahmen es im Sturm.

Einheiten des Gegners versuchten, ihre Stellungen am Lehrter Güterbahnhof und einer Photochemie-Fabrik zu halten. Mit mächtigen Schlägen wurden die Hitleristen an die Spree zurückgedrängt und vernichtet. Nach und nach die Straßen von Moabit säubernd, besetzten unsere Truppen 14 Fabriken und befreiten 12.000 Kriegsgefangene unterschiedlicher Nationalität.

Unsere Sturmgruppen blockieren U-Bahn-Stationen und befestigte Gebäude und vernichten die dort festsitzenden Hitleristen. Nach hartnäckigen Gefechten wurde der Anhalter Bahnhof genommen. Im Laufe des Tages wurden mehr als 8.000 deutsche Soldaten und Offiziere vernichtet.



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