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SowInformBüro berichtet
Die Lage an den Fronten am 30. April 1945

Die Verbände der 2. Weißrussischen Front setzten ihre Offensive fort. Die von Panzern und Selbstfahrlafetten unterstützte sowjetische Infanterie führte im Laufe der Nacht hartnäckige Kämpfe im Raum Anklam und durchbrach schließlich die feindlichen Verteidigungslinien. Den schnellen Vormarsch ausbauend, rückten die sowjetischen Truppen 30 Kilometer vor und nahmen die Hafenstadt Greifswald, einen zentralen Stützpunkt der Deutschen und wichtigen Verkehrsknotenpunkt.

Andere Abteilungen führten Kämpfe im Vorfeld von Neustrelitz. Der Gegner hatte Panzer und motorisierte Infanterie in diesen Raum geworfen und versucht, mit massierten Gegenangriffen unsere Truppen in den Wäldern östlich der Stadt aufzuhalten. Die sowjetischen MG-Schützen, Minenwerfer und Artilleristen verdrängten die Hitleristen aus dem Waldmassiv und brachen von Süden und Südosten in die Stadt Neustrelitz ein.

Zugleich machten unsere Pioniere den Panzern den Weg von Minen frei. Durch einen gemeinsamen Schlag von Infanterie und Panzern wurde der Gegner aus der Stadt Neustrelitz verdrängt. Bei den Gefechten in diesem Raum wurden bis zu 2.000 deutsche Soldaten und Offiziere vernichtet. Unsere Piloten haben an einem Tag bei Luftkämpfen 22 Flugzeuge und einen Fesselballon vernichtet. Außerdem wurden auf einem Flugplatz sieben deutsche Flugzeuge in Brand geschossen.

Die Verbände der 1. Weißrussischen Front setzten ihre Kämpfe in den Straßen von Berlin fort. Die Hitleristen halten Straßenkreuzungen und Häuser unter starkem Beschuss, wobei sie die friedliche Bevölkerung der Stadt vernichten. Unsere Truppen, die gestern den Stadtteil Moabit besetzt hatten, setzten im Ostteil des Parks Tiergarten über die Spree über und besetzten das Gebäude des Innenministeriums. Die Deutschen versuchten verzweifelt, den Status quo wiederherzustellen.

Unsere Infanteristen zerschlugen den Gegner im Nahkampf, rückten vor und setzten anschließend von Westen zum Sturm des Reichstagsgebäudes an. Zugleich drangen unsere an das Reichstags-Ufer vorgerückten Abteilungen von Norden in den Reichstag ein. Die Gefechte dauerten die ganze Nacht unvermindert an. Heute um 14 Uhr haben die sowjetischen Kämpfer das Gebäude des deutschen Reichstags genommen und die Flagge des Sieges auf ihm gehisst.

Die Truppen der 4. Ukrainischen Front haben die Stadt Moravska Ostrava im Sturm genommen. Der Gegner hatte das Vorfeld der Stadt, die als große Industriebasis die deutsche Armee mit Waffen, Munition und Militärausrüstung versorgt hatte, hartnäckig verteidigt. Vor Moravska Ostrava hatten die Deutschen einen bis zu 30 Kilometer tiefen Verteidigungsstreifen eingerichtet, der die Stadt von drei Seiten deckte.

Die sowjetischen Abteilungen durchbrachen die feindliche Verteidigung, rückten unentwegt voran und schnitten die von Westen und Südwesten nach Moravska Ostrava führenden Straßen ab. Den Erfolg ausbauend, überquerten unsere Verbände den Fluss Oder und nahmen die Stadt nach klugen Manövern heute im Sturm. Es wurden viele Gefangene gemacht und Trophäen erbeutet.



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