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Die Lage an den Fronten am 16. November 1944

In Ungarn eroberte unsere Armee im Ergebnis härtester Kämpfe den wichtigen gegnerischen Verteidigungsstützpunkt, die Stadt Jaszarokszalas. Die Deutschen verteidigten die Stadt, zogen zur Unterstützung ihrer Infanterie eine erhebliche Menge Panzer und selbstfahrende Geschütze dorthin. Unsere Schützengarden zerschlugen den Widerstand des Gegners mit Unterstützung von Artillerie und Panzern und drangen nach Jaszarokszalas ein. Zum Tagesende nahmen unsere Truppen die Stadt. In Fortsetzung ihres Erfolges, schlugen Teile der Einheit X die Hitlertruppen an der Eisenbahnstation Vamosgyörk an der Strecke Budapest – Miskolc. Einige Militärzüge und Lager mit Munition, Lebensmitteln sowie Geschütze wurden gesichert.

An einem anderen Abschnitt unternahm der Gegner einige Konterattacken mit dem Ziel, unsere Truppen abzuwehren und die Lage wiederherzustellen. Die sowjetischen Truppen wehrten die feindlichen Gegenangriffe ab und vernichteten mehr als 600 Soldaten und Offiziere. Drei Militärgeschütze, 22 Maschinengewehre, zwei Funkstationen, 18 Autos sowie ein Tross mit Munition wurden gesichert.

Im Verlaufe des Tages wurden mehr als 500 deutsche und ungarische Soldaten und Offiziere gefangen genommen. Zehn deutsche Panzer wurden vernichtet.

Südwestlich der Stadt Ostrolenka versuchte eine große Abteilung des Gegners im Schutze des Nebels unsere Positionen auszukundschaften. Die Kämpfer der Einheit X bemerkten die herannahenden Hitlertruppen aber rechtzeitig und eröffneten das MG-Feuer auf sie. Als sich die Deutschen zu verstecken suchten, wurden sie von sowjetischen Minenwerfern unter Beschuss genommen. Der Gegner zog sich hastig zurück, er ließ auf dem Schlachtfeld mehr als hundert Leichen seiner Soldaten und Offiziere zurück.

Nordwestlich von Praga (einem Vorort von Warschau) fand ein Artillerie-Minenwerfer-Gefecht statt. An einem Abschnitt stellten unsere Beobachter fest, das sich am vorderen Verteidigungsabschnitt des Gegners Infanterie zusammenzieht. Die Artilleristen unter dem Kommando der Offiziere Jefimow und Werschowski, aber auch die Minenwerfer unter dem Kommando des Offiziers Gorunow ließen das Feuer auf die Konzentration der feindlichen Infanterie niederprasseln. Die Hitlertruppen erlitten Verluste und wurden verstreut.

Die Torpedoflugzeuge der Baltischen Rotbannerflotte attackierten und torpedierten im Hafen von Danzig einen gegnerischen Transport mit einer Wasserverdrängung von 6.000 Tonnen. Der deutsche Transport sank.

Der gefangene Unteroffizier der 1. Kompanie des 19. Reserveregiments, der Untergebene der 8. ungarischen Infanteriedivision, Janos Woyczek, erzählte: „Jetzt haben sich viele Ungarn davon überzeugt, dass sie im Krieg gegen die Sowjetunion nichts gewinnen, aber sehr viel verlieren können. Unlängst kündigte die ungarische Kommandoführung an, dass jeder Soldat, der einen sowjetischen Panzer vernichtet, fünf Hektar Land erhält. Die Soldaten machten sich in jeder erdenklichen Weise lustig über diesen Befehl. Selbst die Offiziere nennen diesen Befehl einen plumpen Trick.“

Der gefangene Soldat der 5. Kompanie des 43. Reserveregiments, Istvan Fabri, äußerte: „Die Niederlagen, die die deutschen Truppen erleiden, haben uns nunmehr überzeugt, dass der Krieg für Deutschland verloren ist. Die Soldaten unseres Regimentes denken folgendermaßen: Die Rote Armee hat die deutschen Truppen von der Wolga bis an die Thieß, vom Kaukasus bis nach Budapest zurückgeworfen, und niemand konnte sie aufhalten. Jeder weitere Widerstand führt nur zur Zerstörung der ungarischen Städte. In der letzten Zeit häuften sich Fälle von Fahnenflucht aus der ungarischen Armee. In Budapest und anderen Städten verurteilen deutsche Kriegsgerichte gruppenweise desertierte ungarische Soldaten zur Todesstrafe durch Erhängen.“

An einem Frontabschnitt liefen Leutnant Ferenc Szentes und elf Soldaten der 2. Kompanie des Sonderbataillons der königlichen ungarischen Kavalleriedivision zur Roten Armee über. Sie übergaben den sowjetischen Kämpfern ein funktionierendes Auto, sieben Gewehre und ein leichtes Maschinengewehr.

Leutnant Ferenc Szentes erklärte: „Nur ein Mensch mit verbundenen Augen sieht nicht, dass Deutschland auf einen Abgrund zurollt. Die Deutschen wollen uns mit sich ziehen, aber wir hegen nicht den Wunsch, für Hitler zu fallen. Ich habe meinen Soldaten vorgeschlagen, auf die Seite der Russen überzulaufen. Sie waren sofort damit einverstanden.“

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