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Die Lage an den Fronten am 21. November 1944

Auf der Insel Saaremaa (Ösel) haben unsere Truppen nach massierter Artillerie-Vorbereitung die befestigte Verteidigungslinie des Gegners im schmalen Abschnitt der Südspitze der Insel durchbrochen und nach Ausweitung des Angriffs mehrere Ortschaften eingenommen. Auf diese Weise blieb dem Gegner zum Abend des 21. November hin lediglich ein kleiner Brückenkopf von bis zu sieben Kilometer Tiefe, der durchgängig von unserer Artillerie beschossen werden kann.

Am 19. November hat die Luftwaffe der Ostseeflotte die Schiffe des Gegners vor der Südspitze von Saaremaa (Ösel) angegriffen. Dabei wurden zwei gegnerische Minenboote und zwei Küstenschutzschiffe versenkt; drei Minensucher, ein Küstenschutzboot und ein Landeschnellboot wurden beschädigt.

In den Kämpfen vom 14. bis zum 20. November nahmen unsere Truppen auf dem Gebiet von Ungarn 4.220 deutsche und ungarische Soldaten und Offiziere gefangen. Insgesamt wurden in Ungarn zwischen dem 8. und 20. November 11.920 deutsche und ungarische Soldaten und Offiziere gefangen genommen.

An den anderen Frontabschnitten gibt es keine Veränderungen.

Am 20. November haben unsere Truppen 28 deutsche Panzer abgeschossen und vernichtet. In Luftkämpfen und durch Fliegerabwehr sind acht Flugzeuge des Gegners abgeschossen worden.

In Ungarn kommen unsere Truppen unter Kämpfen voran. Die endlosen Regenfälle haben die Wege und Straßen völlig aufgeweicht und behindern die Handlungen der sowjetischen Abteilungen stark. Die Kämpfer der Abteilung X gingen am Fluss Tarn entlang zum Angriff über, überwanden den hartnäckigen Widerstand des Gegners und rückten sechs Kilometer vor. Die Hitlerleute gingen mehrmals zum Gegenangriff über, wurden aber zurückgeworfen. Nach einem erbitterten Kampf nahmen unsere Truppen den Stützpunkt des Gegners und eine Eisenbahnstation ein. Bis zu 600 deutsche und ungarische Soldaten und Offiziere wurden vernichtet. Unsere Kämpfer erbeuteten drei Selbstfahrlafetten und vier Feldgeschütze, 17 MGs, zwei Panzerfäuste, zwei Funkanlagen und ein Lager mit Militärgut.

Die Truppen der 3. Ukrainischen Front haben auf dem Territorium von Jugoslawien Teile der SS-Division „Prinz Eugen“ und der 117. Infanterie-Division der Deutschen zerschlagen. Viele Soldaten und Offiziere dieser Einheiten sind gefangen genommen worden.

Der gefangene Soldat einer Aufklärungs-Abteilung Erwin Becker erzählte: „Die Division ‚Prinz Eugen‘ wurde mit Rumänien-Deutschen aufgefüllt. Als man uns nach Ost-Jugoslawien verschob, sagten die Offiziere: ‚Ihr fahrt dorthin, um eure Häuser und Familien zu verteidigen, deshalb müsst ihr tapfer kämpfen und keinen Schritt zurückweichen.‘ Aber wir konnten den Russen nicht standhalten. Viele Unterabteilungen der Division wurden vernichtet. Im zweiten Bataillon des 14. Regiments blieben nur 40 Männer am Leben. Ein Teil der Soldaten des Reserve-Bataillons zog sich Zivilkleidung an und machte sich nach Hause davon.“

Der gefangene Kommandeur der 1. Nachschubkolonne, Obersturmbannführer Bering, gab an: „Beim Rückzug ließen unsere Abteilungen alle Verwundeten ohne ärztliche Hilfe und Medikamente zurück. Das geschah auf Befehl des Divisions-Kommandanten, der erklärt hatte: ‚Verletzte Soldaten sind und jetzt nichts zunutze.‘“

Der gefangen genommene Kommandeur der Panzerabwehr-Division der 117. Infanterie-Division, Hauptmann Hans Post, teilte mit: „Meine Division ist völlig zerschlagen. Als wir in die Verteidigungsstellungen gingen, zählte die Division 420 Soldaten und Offiziere. Von dort konnten zusammen mit mir nur 21 Männer ausbrechen. Bei einem Dorf wurden wir eingekreist und gefangen genommen.“

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