Ein Projekt von: aktuell.ru, RIA Nowosti und Echo Moskaus
SowInformBüro berichtet
Die Lage an den Fronten am 29. November 1944

Die Truppen der 3. Ukrainischen Front überschritten die Donau nördlich des Flusses Drava, durchbrachen die Verteidigung des Gegners am westlichen Donauufer und drangen bis zu 40 Kilometer weit vor. Damit verbreiterten sie den Durchbruch auf 150 Kilometer entlang der Front. Im Verlaufe der Offensive eroberten die Frontkämpfer mehrere Städte, Verkehrsknotenpunkte und Eisenbahnstationen, darunter Pécs, Mohács und Somberek. Im Kampf eroberten sie weitere 330 Ortschaften. Ungeachtet des ungünstigen Wetters fügen unsere Piloten dem nahegelegenen Hinterland und den vorgeschobenen Linien des Gegners Schläge zu. Eine Gruppe sowjetischer Jagdflieger zerstörte einen deutschen Militärzug mit mehreren Maschinengewehrsalven und setzte die Dampflok außer Gefecht.

Die Truppen der 3. Ukrainischen Front überquerten im Kampf die Donau und nahmen einen Brückenkopf am westlichen Ufer ein. Der Gegner versuchte um jeden Preis die sowjetischen Truppen zurückzuschlagen und sich am Donauufer zu halten. Dabei kam es zu erbitterten Kämpfen. Ortschaften wurden mehrfach erobert, an den Gegner verloren und wieder zurückerobert. Die Schützen sicherten mit Unterstützung der Artillerie die Übersetzung der Haupttruppen an das westliche Donauufer ab. Danach fügten die Truppen der deutschen Verteidigungslinie einen erheblichen Schlag am westlichen Donauufer zu und drangen weiter nach Norden vor.

Lebensmittel- und Munitionslager wurden übernommen. Andere Truppen, die in westliche Richtung vormarschierten, eroberten nach einer erbitterten Schlacht den wichtigen deutschen Stützpunkt Pecs.

In Ostpreußen fanden Artillerie- und Maschinengewehr-Schusswechsel mit dem Gegner statt, bei denen die Deutschen keine geringen Verluste erlitten.

Die Luftstreitkräfte der Baltischen Rotbannerflotte versenkte im Hafen von Liepaja (Liebau) zwei deutsche Transportschiffe mit einer Wasserverdrängung von 9.000 Tonnen. Im Sund von Irben versenkten unsere Flieger zwei Wachschiffe des Gegners.

Viele Polen, die man gewaltsam zur deutschen Armee eingezogen hatte, laufen bei der erstbesten Gelegenheit zur Rosten Armee über. Der polnische Überläufer, Soldat des 560. Strafbataillons, Rudolf M., erzählte: «In Polen gibt es wahrscheinlich nicht eine Familie, die nicht einen nahen Verwandten zu beklagen hätte.“ Ihm gelang erst beim zweiten Versuch die Flucht aus dem Strafbataillon. Gemeinsam mit einem Landsmann erreichte er die sowjetischen Linien und ergab sich der Roten Armee.

Ein anderer Überläufer, Kazimir P., erzählte: „ Ich stamme aus Poznan, habe vor dem Krieg nie in der Armee gedient. Am 19. Oktober veranstaltete die deutsche Polizei in der Stadt eine Massentreibjagd. Die Polizisten stürmten in die Häuser und nahmen alle Männer mit. Als ich auf den Hof des Polizeireviers kam, standen dort schon 300 Männer. In der Nacht wurden wir im Konvoi nach Königsberg gebracht und auf mehrere Kasernen verteilt. Einige Tage darauf hielt vor uns ein deutscher Oberst eine Rede. Wir wären fortan Soldaten der deutschen Armee und müssten Ostpreußen verteidigen. Ich hörte ihm zu und dachte nur, nehmen die Deutschen wirklich an, wir Polen hätten die ihre Gräueltaten vergessen, vergessen, dass Deutschland der böseste Feind des polnischen Volkes war und ist? Denken die dämlichen Fritzen wirklich, wir Polen werden für Deutschland kämpfen? Bei der erstbesten Gelegenheit lief ich zu den Russen über. Die polnische Bevölkerung schaut mit Hoffnung nach Osten. Die Polen wissen, dass die Rote Armee sie bald von der faschistischen Sklaverei befreit.“

SowInformBüro

Zum kompletten Frontbericht von SowInformBüro auf Russisch geht es hier >>>


Alle deutschen Übersetzungen der SowInformBüro-Berichte >>>
Kriegsende-Banner für Ihre Website

Dies ist ein Projekt von Russland-Aktuell, RIA Nowosti und Radio Echo Moskaus
Weitere Verwendung im Internet nur mit Quellenangabe und Link zu
kriegsende.aktuell.ru
© .RUFO; © RIA Nowosti