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Die Lage an den Fronten am 20. November 1944

Im Laufe des 20. November besetzten unsere Truppen in Ungarn insgesamt zwölf Ortschaften, darunter eine Eisenbahnstation. An anderen Frontabschnitten liefen an mehreren Punken lokale Kämpfe. Am 19. November hatten unsere Truppen 45 deutsche Panzer angeschossen und vernichtet. 25 gegnerische Flugzeuge wurden bei Luftkämpfen sowie durch Fla-Feuer abgeschossen. In Ungarn wurde nach harten Kämpfen die Siedlung Zcaba eingenommen. Nach einem Umgehungsmanöver im Gebirge besetzten unsere Soldaten mehrere andere Ortschaften. Erbitterte Kämpfe wurden gemeldet. Größere Infanterie- und Panzerverbände des Gegners unternahmen fünf Gegenangriffe hintereinander. Sowjetische Truppen wandten eine Zermürbungstaktik an und warfen die Hitleristen mit einem starken Schlag zurück. Der Feind hatte 600 Tote zu beklagen.

Unsere Artilleristen brannten 20 deutsche Panzer und Geschütze auf Selbstfahrlafetten nieder. Neben der Kriegsbeute wurden 460 deutsche und ungarische Soldaten gefangengenommen.

Südwestlich von Jelgawa (Mitava) besetzte die sowjetische Infanterie die Feindstellungen. Unsere Truppen wehrten alle Gegehnagriffe des Feindes ab, obwohl sie mit erheblichen Kräften geführt wurden.

In Ostpreußen tauschten Artillerie und Minenwerfer Schläge aus. Die Scharfschützen vernichteten binnen zwei Tagen 63 deutsche Soldaten und Offiziere. Unsere Luftwaffe flog Angriffe auf die Eisenbahnstationen Lick und Treuburg. Vernichtet wurden 5 Lokomotiven und 30 Waggons.

Flugzeuge der Baltischen Rotbannerflotte versenkten ein deutsches Transportschiff mit einer Wasserverdrängung von 6 000 Tonnen, zwei Wachschiffe und zwei schnelläufige Landekähne des Gegners in der Ostsee.

Unsere Truppen erbeuteten deutsche Feldpost. H. Schwabe schreibt aus Lübeck an einen gewissen Lassmann in Riga: „Endlich ist es ruhig geworden, und ich kann an unser gemütliches Haus in Riga und an die schöne alte Zeit zurückdenken“. Hier in Lübeck ist es ekelhaft. Vier oder fünfmal am Tag rennen wir mit den Koffern in den Luftschutzbunker, dazu noch einmal in der Nacht. Unser Umzug aus Riga hierher war schrecklich. Wir haben vier Nächte nicht geschlafen. Der Gedanke an Riga und die Hoffnung auf eine Rückkehr verlassen uns für keinen Augenblick. Riga war unsere zweite Heimat, während wir in Lübeck fast wie Fremde herumirren“.



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