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Die Lage an den Fronten am 8. Dezember 1944

In Ungarn hat der Feind zwischen dem Plattensee und dem Fluss Drava den Versuch unternommen, den Vormarsch unserer Truppen durch etwa 20 Gegenangriffe aufzuhalten. Die sowjetischen Abteilungen wehrten alle Gegenangriffe erfolgreich ab; beim Gegenschlag konnten 30 Ortschaften eingenommen werden. An einem Tag wurden bis zu 1.500 Hitleristen vernichtet. Es wurden drei Panzer, ein Flugzeug, 22 Geschütze und anderes Material erbeutet. 300 deutsche und ungarische Soldaten und Offiziere wurden gefangen genommen.

An der 1. Ukrainischen Front kam es zu einem Artillerie-Schlagabtausch. Die Geschützbesatzung des Helden der Sowjetunion Bereschnoj beschoss die feindlichen Positionen, vernichtete mehrer Feuernester und zersprengte eine Einheit der Deutschen. Eine Pionier-Gruppe unter Führung von Unteroffizier Imtschenko legte eine Schneise durch ein Minenfeld, drang zu den deutschen Gräben vor und attackierte sie mit Granaten. Die sowjetischen Pioniere vernichteten zwölf Hitleristen und kehrten ohne Verluste zu ihrem Truppenteil zurück.

Schiffe der Baltischen Rotbanner-Flotte versenkten auf der Ostsee zwei deutsche Transportschiffe mit einer Wasserverdrängung von insgesamt 19.000 Tonnen.

In Ungarn ging an der Donau das 51. Ungarische Infanterie-Regiment unter Führung des Regimentskommandeurs, Oberst Batai, vollzählig zur Roten Armee über. 29 Offiziere und 1.390 Soldaten ergaben sich. Das Regiment übergab Waffen, Ausrüstung, Wagenzüge und Feldküchen. Der gefangene Oberst Batai sagte: „Nachdem ich den Befehl erhalten hatte, in Verteidigungsstellung zu gehen, habe ich die Offiziere zu einer Beratung zusammengeholt. Wir tauschten uns aus und beschlossen, den sinnlosen Widerstand aufzugeben und uns mit dem ganzen Regiment gefangen zu geben.“

Der gefangene Kommandeur des 3. Bataillons des 26. Regiments der 25. Ungarischen Infanteriedivision, Oberstleutnant Ene Peteleni erzählte: „Beim Versuch, aus der Umzingelung auszubrechen wurde ich gefangen genommen. Das Bataillon hatte ich Anfang September übernommen, da war es 600 Mann stark. Gleich in den ersten Kämpfen hatten wir schwere Verluste. Als die Soldaten und Offiziere erfuhren, dass die russischen Truppen die größten ungarischen Städte erobert haben, ließen sie den Mut sinken. Wir begriffen die ganze Aussichtslosigkeit unserer Lage.“

Der gefangene Kommandeur der 1. Kompanie des 13. Grenzbataillons der 2. Ungarischen Bergschützenbrigade, Imre Bihari gab an: „Als wir an die Front kamen, hielt der Kommandeur der 2. Brigade eine Rede. Er sagte: Ihr habt eine Sonderausbildung bekommen und seid in der Lage, in den Bergen zu kämpfen. Jeden, der sich davonmacht, werde ich eigenhändig erschießen. In den Kämpfen wurde unser Bataillon zerschlagen. Es blieben nur 60 Mann zurück. Die Führung schickte uns ins Hinterland. Das Bataillon wurde aus verschiedenen zerschlagenen Einheiten neu formiert. Bald schickte man uns wieder an die Front. Dort sahen wir das schon bekannte Bild. Die Einheiten zogen sich ungeordnet zurück, weil sie die Einkreisung befürchteten. Wir gingen auch zurück. In der Nacht griffen die Russen uns an. Wir wollten unser Leben nicht mehr für die Deutschen riskieren und gaben uns allesamt gefangen.“

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