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SowInformBüro berichtet
Die Lage an den Fronten am 9. Dezember 1944

Die Truppen der 2. Ukrainischen Front durchbrachen die stark befestigten Verteidigungsstellungen des Gegners nordöstlich von Budapest, erweiterten den Durchbruch auf 120 Kilometer Frontlänge, vertieften den Vormarsch auf stellenweise 60 Kilometer und drangen nördlich von Budapest bis an die Donau vor. Zugleich überquerten andere Einheiten südlich von Budapest die Donau, durchbrachen die Abwehr des Gegners am Westufer und vereinigten sich am See Velence mit unseren Truppen, die den Angriff entlang des Westufers der Donau führen.


Der Angriff der sowjetischen Truppen begann durch massierte Artillerie-Vorbereitung. Hunderte von Geschützen überzogen die Deutschen mit wütendem Feuer. Nach diesem Feuerwall ging die sowjetische Infanterie zum Angriff über. Mit immer härteren Schlägen durchbrachen die sowjetischen Abteilungen die Verteidigungsstellungen des Gegners auf breitester Front. Trotz Regen, unbeschreiblichem Matsch sowie Hindernisse durch Kanäle und Flüsse schritten unsere Infanteristen, Artilleristen und Minenwerfer weiter vor; auf ihrem Weg warfen sie den Feind zurück und vernichteten ihn. Die sich auftuende Bresche füllten unsere Panzer- und Kavallerie-Einheiten.

Der Gegner warf eilends Reservekräfte an Panzern und Infanterie an den Abschnitt. Besonders erbitterte Kämpfe gab es um die Stadt Vac, einen starken Stützpunkt in der Abwehr der Deutschen, der die Zufahrtswege nach Budapest von Norden her deckt. Die russischen Panzerfahrer brachen den hartnäckigen Widerstand und umgingen die Stadt von Norden und Süden her. Bald waren auch die Infanteristen zur Stelle. Unsere Truppen zerschlugen durch massierten Druck die Garnison des Gegners und nahmen Vac ein, das 25 Kilometer nördlich der ungarischen Hauptstadt an der Donau liegt. Zugleich erreichten unsere in nördlicher Richtung angreifenden Abteilungen die ungarisch-tschechische Grenze und eroberten die ungarische Stadt Balassa-Gyarmat. Der Gegner hat schwerste Verluste. Die Schlachtfelder sind mit zerschossenen und zurückgelassenen Waffen der Deutschen übersät. Laut vorläufigen und unvollständigen Informationen wurden mehr als 5.000 Gefangene gemacht und viele Beutestücke ergattert.

Südlich von Budapest bauten sowjetische Pioniere unentdeckt vom Gegner einen Übergang über die Donau auf. Die völlig überrumpelten Hitleristen schlugen erst in dem Moment Alarm, als mehrere sowjetische Bataillone am Westufer bereits ihre Positionen eingerichtet hatten. Mit eilends zusammengezogenen Panzern und Selbstfahrlafetten unternahm der Gegner mehrere Gegenangriffe. Die sowjetischen Infanteristen und Artilleristen schlugen alle Konterattacken der Deutschen zurück und sicherten das Übersetzen unserer Hauptkräfte über die Donau. Die sowjetischen Abteilungen durchbrachen die Verteidigung des Gegners, setzten die Angriffe fort, bildeten einen Brückenkopf und vereinigten sich mit unseren Truppen, die entlang des Westufers den Angriff Richtung Norden fortsetzen.

Unsere Flieger schossen im Laufe des Tages 37 deutsche Flugzeuge ab. Außerdem holte das Feuer unserer Flak-Artillerie fünf Flugzeuge des Gegners vom Himmel.

In Ostpreußen versuchten Infanteriegruppen des Gegners an verschiedenen Abschnitten, Aufklärung zu betreiben. Die deutschen Späher wurden rechtzeitig bemerkt und von unseren Gefechtsvorposten zersprengt. Vier sowjetische Sturmkampfbomber, angeführt von Garde-Oberleutnant Below, vollführten einen Angriff gegen eine Infanterie- und Wagen-Ansammlung des Gegners. Durch Bomben sowie Kanonen- und MG-Feuer wurden zehn Kraftwagen mit Munition und viele Hitleristen vernichtet.

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