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SowInformBüro berichtet
Die Lage an den Fronten am 10. Dezember 1944

In Ungarn setzten unsere Truppen nordöstlich und nördlich von Budapest den Vormarsch fort. Westlich der Stadt Balassa-Gyarmat kamen die Abteilungen 15 Kilometer voran. Unsere Infanterie vollführte ein schnelles Umgehungsmanöver, setzte die Hitleristen am Fluss fest und vernichtete zwei Kompanien. Erbitterte Kämpfe gab es nördlich von Budapest. Der Gegner hatte seine Truppen mit einer Panzer- und einer motorisierten SS-Division verstärkt. Die sowjetischen Truppen überwanden den erbitterten Widerstand des Gegners und nahmen eine zwölf Kilometer von Budapest entfernte Ortschaft ein. Bei den Kämpfen büßen die Deutschen große Kräfte an Mannschaften und Technik ein. Im Laufe des Tages wurden 30 deutsche Panzer und Selbstfahrlafetten abgeschossen, eine Vielzahl an Artillerie- und Minenwerfer-Batterien des Gegners wurde vernichtet. Beim Rückzug ließen die Hitleristen viele Waffen und Militärgut zurück.


Der Gegner brachte beim Versuch, den Vormarsch der sowjetischen Truppen aufzuhalten, verstärkt Kräfte aus der Luft zum Einsatz. Die sowjetischen Piloten vollführten im Laufe des Tages erfolgreiche Luftkämpfe, bei denen 18 deutsche Flugzeuge abgeschossen wurden. Unsere Bomber und Jagdbomber vernichteten mehrere Panzer, bis zu 200 Kraftwagen mit Infanterie und Gütern, unterdrückten das Feuer von sechs Artillerie-Batterien und zerstörten einen Militärzug des Gegners.

Westlich der Stadt Jelgava (Mitau) versuchte die Infanterie des Gegners mit Unterstützung von Artillerie und Minenwerfern einen unserer Stützpunkte zu erobern. Die Hitleristen gingen sechs Mal zum Angriff über, mussten sich aber jedes Mal ungeordnet zurückziehen. Die sowjetischen Einheiten zersprengten den Gegner mit Gewehr- und MG-Feuer. Auf dem Schlachtfeld blieben 120 Leichen von deutschen Soldaten und Offizieren zurück. Es wurden Gefangene gemacht. An einem anderen Abschnitt versuchten die Deutschen, über einen Fluss überzusetzen. Die sowjetischen Kämpfer eröffneten das Feuer und versenkten ein Boot mit den darin sitzenden Hitleristen.

Südlich der Stadt Pultusk führte die Abteilung von Oberleutnant Sobko eine Kampf-Aufklärung durch. Unter dem Schutz von Artillerie-Feuer überwanden die sowjetischen Kämpfer schnell den Stacheldraht-Schutz und drangen in die Gräben des Gegners vor. Die Deutschen versuchten, über Nebenwege auf Ersatzpositionen auszuweichen. Der Zug von Leutnant Aputnin rückte schnell vor und schnitt dem Gegner den Rückzug ab. Im Nahkampf vernichteten unsere Kämpfer mehrere Dutzend Hitleristen, nahmen Gefangene und kehrten ohne Verluste in ihre Stellungen zurück. Der Scharfschütze Sorja vernichtete in sieben Tagen zehn Deutsche. Der Garde-Unteroffizier Omari Ninidse tötete 30 Hitleristen. Der Scharfschütze Abdulla Kassimow vernichtete in den letzten Tagen zwölf Deutsche.

In Ungarn nahmen unsere Truppen viele Soldaten und Offiziere der 71. Deutschen Infanteriedivision gefangen. Der gefangene Kommandeur des 171. Scharfschützen-Bataillons, Major Helmut Jordan gab an: „Unsere Division gehörte zu einer Sondereinheit und war an den Kämpfen in Italien beteiligt. Ende November wurde die Division in Formation des 191., 194. und 211. Infanterie- und des 171. Artillerieregiments und von Sonderabteilungen in fieberhafter Eile aus Italien an die Ostfront, nach Ungarn verlegt. Am Morgen des 4. Dezember rief mich der Kommandeur der Division, General-Leutnant Rapke zu sich. Er teilte mit, dass der Kommandeur des. 194. Regiments verletzt sei und seine Unterabteilungen ungeordnet zurückweichen. Der General befahl mir, sofort das Kommando über das Regiment zu übernehmen. Ein paar Stunden später gelang es mir, ungefähr 100 Soldaten und Offiziere dieses Regiments zu versammeln. Sie hatten drei Hand-MGs und drei Minenwerfer. Den Rest der Waffen haben die Abteilungen des Regiments bei der Flucht liegen gelassen. Der Divisionskommandeur befahl mir, sich bis zum letzten Soldaten zu halten. Bald darauf gingen die Russen zum Angriff über. Unser Widerstand war hartnäckig und andauernd. Die am Leben gebliebenen Soldaten liefen auseinander, und ich wurde gefangen genommen.“

Der gefangene Gefreite aus dem Stab des 2. Bataillons des 191. Regiments Gerhard Raiz erzählte: „Das Auftauchen der russischen Panzer führte zu einer großen Verwirrung unter den Soldaten. Die Offiziere drohten mit Erschießung, konnten aber nichts ausrichten. Die Reste der zerschlagenen Einheiten konnten die Verteidigung nicht halten. Die russischen Panzer überzogen unsere Positionen mit Feuer. So eine Hölle habe ich noch nirgends erlebt.“

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