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Die Lage an den Fronten am 13. Dezember 1944

Nordöstlich von Budapest gehen die heftigen Kämpfe weiter. Der Gegner vervollständigt und verstärkt forwährend seine Streitkräfte, die die Zugänge zu Ungarns Hauptstadt verteidigen. Unter Zurückschlagung feindlicher Gegenangriffe rücken die sowjetischen Infanteristen, unterstützt durch Panzer und Artillerie, dennoch Schritt für Schritt vor. Im Ergebnis der heutigen Kämpfe besetzten unsere Truppen die Ortschaft Kistarcsa, die elf Kilometer von Budapest entfernt liegt. Heftige Kämpfe gab es um die Eisenbahnstation und die Ortschaft Isaszeg.

Der Gegner hatte diesen Punkt in einen stark befestigte Verteidigungsstellung verwandelt. Um den Bahnhof erstellten die Deutschen viele Feuernester und schirmten sie mit Minenfeldern ab. Die sowjetischen Einheiten unternahmen einen energischen Angriff. Die Hitleristen wehrten sich verzweifelt und versuchten um jeden Preis die günstige Stellung nicht aus der Hand zu verlieren, wurden aber doch geschlagen und zogen sich zurück. Im Kampf um Isaszeg vernichteten unsere Streitkräfte zwei deutsche Infanterie-Bataillone und schossen acht Panzer in Brand. Den Deutschen wurden neun Geschütze, 46 Maschinengewehre, 28 Granatwerfer, über 400 Gewehre und andere Trophäen abgenommen.

In Ostpreußen erschossen unsere Scharfschützen 49 Deutsche. Sowjetische Jäger und Jagdbomber zerstörten mit Bomben und Bordkanonen acht Lokomotiven, zehn Waggons und 25 Automobile des Feindes. Südwestlich der Stadt Ostrolenka drang eine Gruppe sowjetischer Aufklärer ins Hinterland des Feindes ein. Den ganzen Tag über studierten sie die deutschen Verteidigungslinien. Als es dunkel wurde, legten sie einen Hinterhalt an einer zur Front führenden Straße. Alsbald erschien auf der Straße eine deutsche Nachschubkolonne. Die Aufklärer griffen den Konvoi an, töteten einige Deutsche und nahmen Gefangene. Nächtens kehrten unsere Kämpfer in die Stellungen ihrer Einheit zurück. Schiffe der Nordmeerflotte versenkten zwei gegnerische U-Boote.

Der gefangene Unteroffizier der 2. Kompagnie des 978. Regiments der 271. deutschen Infaneteriedivision, Johann Ferd, erzählte: „ Die 271. Infanteriedivision wurde im Frühjahr dieses Jahres in Frankreich aufgestellt und nahm an den Kämpfen an der Westfront teil. Vor kurzem wurde die Division von dort íns Gebiet der Stadt Trnava (Tschechoslowakei) verlegt. Hier wurde unsere Division aufgefüllt. Alle Untereinheiten erhielten neue Maschinengewehre und Maschinenpistolen. Ende November wurde die Division nach Ungarn verlegt. An der Front erklärte man uns, dass die Aufgabe unserer Division lautet, ihre Stellungen stur zu verteidigen und keinen Schritt zurückzuweichen. Tag und Nacht befanden wir uns im Alarmzustand. Dennoch kam das Vorrücken der Russen für uns völlig überraschend. Das Artilleriefeuer brachte Verwirrung in die Reihen der Soldaten und brachte unsere Kampfaufstellung durcheinander. Viele Soldaten der 2. Kompagnie krochen in die Schützengräben, drückten sich an die Erde und trauten sich nicht, auch nur den Kopf zu heben. So lagen wir bis die Russen schließlich in unsere Gräben eindrangen und uns gefangen nahmen.“



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