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SowInformBüro berichtet
Die Lage an den Fronten am 27. November 1944

Im Laufe des 27. November haben unsere Einheiten in der Tschechoslowakei über 50 Ortschaften eingenommen, darunter vier mit Eisenbahnstationen. An anderen Frontabschnitten lieferten sich Aufklärer kleinere Gefechte. Am 26. November zerstörte unsere Armee 21 deutsche Panzer.

In der Tschechoslowakei rückte die Rote Armee um zehn Kilometer vor. Nördlich der Stadt Gumenne befreite man einen bedeutenden Gleisabschnitt von deutschen Truppen. Bei der Flucht sprengte der Feind Brücken und verminte einige Straßen. Doch die sowjetische Infanterie, Berge besteigend und Gebirgsflüsse überquerend, verfolgt eifrig die Nazis, während diese hohe Verluste an Technik und Einheiten erleiden. Insgesamt wurden 470 deutsche Soldaten und Offiziere gefangengenommen; 15 Geschütze und 35 Maschinengewehre nebst anderer Trophäen wurden erbeutet.

Westlich der Stadt Uschgorod schreiten unsere Truppen durch überschwemmte Täler, Felder und Wiesen. Trotz miserabler Straßenverhältnisse kreisen sowjetische Einheiten den Feind ein und schneiden ihm den Weg ab, um ihn anschließend zu vernichten.

Die Kämpfer eines Bataillons überraschten einen feindlichen Flugabwehrtrupp, als dieser den Fluss Latoriza überwinden wollte. Die 52. Ungarische Flak-Division wurde gefangen genommen, ihre gesamte Ausrüstung und Verpflegung wurde erbeutet. An anderer Stelle vernichteten unsere Truppen eine deutsche Artillerie-Division und erbeuteten alle Geschütze des Gegners, alle noch völlig intakt.

Östlich von Jelgawa (Mitawa) führte ein deutsches Bataillon, unterstützt von Panzern und Jagdpanzern, Gefechtsaufklärung durch. Die Deutschen gingen zehn Mal in Angriff, wurden aber jedes Mal zurück geworfen. Bei der Abwehr vernichteten unsere Truppen an die 200 Hitleristen sowie fünf Panzer und Jagdpanzer des Gegners. An einem anderen Frontabschnitt stürmten und eroberten sowjetische Aufklärer deutsche Schützengräben. Die Hitleristen versuchten einen Tag lang, ihre Stellungen zurück zu erobern. Alle Attacken des Feindes wurden abgewehrt. Es wurde ein deutsches Infanterie-Bataillon vernichtet.

Südwestlich von Ostrolenka beschoss unsere Artillerie gegnerische Stellungen. Drei Bunker und zwei Unterstände sowie einige MG-Nester und eine Artilleriestellung wurden vernichtet. An anderer Stelle bestürmten unsere Kämpfer unter Kommando von Leutnant Potjonok den Feind. Sie töteten 40 Hitleristen.

Südlich der Stadt Pultusk setzte beide Seiten Aufklärer ein. An einer Stelle überrannten unsere Kämpfer die deutschen Stellungen und sprengten einen Unterstand mit Nazis. Sowjetische Späher eroberten zwei Maschinengewehre, machten fünf Gefangene und kehrten ohne Verluste in ihre Einheit zurück.

Die Luftwaffe der Roten Baltischen Flotte versenkte bei Libawa einen deutschen Frachter mit 3.000 BRT.

Der gefangen genommene Führer des 3. Bataillons des 29. Regiments der 9. Ungarischen Grenzdivision, Oberstleutnant Miklosch Jakab sagte: “Ungarn hat den Krieg verloren. Nachdem die russischen Truppen den Fluss Theiß überquerten, wurde es offensichtlich. Die neuesten Ereignisse in Ungarn haben starken Einfluss auf die Armee. Viele Soldaten sind gegen einen Krieg auf deutscher Seite und desertieren.”

Die gefangenen Unterleutnants der 2. Kompanie des 5. Ungarischen Pionierbataillons Jene Madjari und Desche Pap berichteten: “Die Deutschen haben Ungarn in ein Schlachtfeld verwandelt. Sie versuchen, den Krieg auf unserem Territorium zu verlängern. Sie benehmen sich wie Besatzer: Sie brandschatzen und plündern ungarische Städte und Dörfer”.

Der gefangene Zugkommandeur des 3. Bataillons des 1. Regiments der 1. Ungarischen Panzerdivision, Leutnant Miklosch Rosgonji erzählte: “Die Offiziere, mit denen ich über die Kriegslage sprechen konnte, sagten einstimmig, dass Ungarn auf einem tödlichen Wege sei. Die Deutschen wollen mit den Leichen ungarischer Soldaten den unaufhaltsamen russischen Einheiten den Weg zumauern. Viele Offiziere glauben, dass Ungarn Deutschland um jeden Preis den Rücken kehren sollte”.



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