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Die Lage an den Fronten am 17. Dezember 1944

Im Verlauf des 17. Dezember setzten unsere Truppen ihre Offensive auf dem Territorium Ungarns nordöstlich und nordwestlich der Stadt Miskolc fort. Sie besetzten die Stadt und eroberten 40 weitere Ortschaften und Eisenbahnstationen. Auch nordöstlich von Budapest besetzten unsere Truppen fünf Ortschaften. Bereits am 16. Dezember nahm die Armee bei den Kämpfen in der Nähe von Miskolc 1150 deutsche und ungarische Soldaten und Offiziere in Gefangenschaft. Am gleichen Tag zerstörten unsere Truppen 14 deutsche Panzer. An den anderen Frontabschnitten gab es keine wesentlichen Vorkommnisse.

Nordöstlich von Budapest unternahm unsere Armee ein erfolgreiches Umgehungsmanöver und gelangte in den Rücken der Gegner, die die Stadt Pasto verteidigten. Einheiten der Infanterie und Kavallerie der Hitlerarmee wurden vernichtet, der Rest in den ungeordneten Rückzug gezwungen. In der Stadt und am Bahnhof Pasto wurden viele Beutestücke gemacht. Auf dem Weg nach Budapest trafen die sowjetischen Kräfte auf Widerstand des Gegners, besetzten dann jedoch den Ort Fot. Dieser Ort in nur 10 Kilometer Entfernung von der ungarischen Hauptstadt gehörte zu den stark befestigten Verteidigungspunkten der Deutschen. Auf dem Schlachtfeld blieben die Leichen von hundert Feinden sowie zerstörte Technik und Ausrüstung der Deutschen zurück.

An der Ersten Baltischen Front flog unsere Luftwaffe Angriffe auf den Flugplatz der Gegner und den Kriegshafen Libawa. Sowjetische Jagdflugzeuge hinderten die feindlichen Flugzeuge am Aufsteigen. Unsere Jagdbomber und Schlachtflugzeuge warfen Bomben ab und beschossen die deutschen Flugzeuge am Boden. 19 Flugzeuge des Gegners wurden vernichtet. Im Hafen wurden durch das Bombardement ein Kriegsschiff und drei Transportschiffe versenkt. Auf dem Hafengelände entstand ein Brand, der von schweren Explosionen begleitet war.

In Ostpreußen gab es nur wenige Gefechte. Unsere Luftwaffe bombardierte unter anderem die Eisenbahnstationen Lasdehnen und Angerburg. Mehrere Militärdepots und Stationsgebäude wurden getroffen, Eisenbahnschienen, elf Dampfloks und 45 Waggons zerstört. Südwestlich der Stadt Ostrolenka drang eine Gruppe unserer Kundschafter in der Nacht in das Gebiet der Deutschen vor. Durch Bajonette und Granaten der sowjetischen Kämpfer wurden zehn Hitleristen vernichtet. Mit sechs Gefangenen und ohne eigene Verluste kehrten sie in ihre Stellungen zurück. Die Luftwaffe der Nordflotte versenkte in der Barentssee ein deutsches 3000 Tonnen-Transportschiff.

Der gefangene Soldat des 2. Batallions des 3. motorisierten Regiments der 2. Ungarischen Panzerdivision Josef Boldowitsch erzählte: „Die Deutschen transportieren aus Ungarn Fabrikausrüstungen und Rohstoffvorräte ab. Was sie nicht mitnehmen, sprengen sie. Die deutschen Soldaten plündern die Bevölkerung aus. Sie sagen ganz offen: Den Krieg haben wir schon verloren, jetzt müssen wir für die Zukunft und die kommenden schwarzen Tage vorsorgen.“



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