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Die Lage an den Fronten am 19. Dezember 1944

Im Verlauf des 19. Dezembers überwanden unsere Truppen auf dem Territorium der Tschechoslowakei östlich und südöstlich der Stadt Kosice im hügeligen Waldland Verteidigungsanlagen des Gegners und besetzten elf Ortschaften und eine Eisenbahnstation. In diesem Bezirk nahmen unsere Kämpfer vom 16. bis zum 18. Dezember 2044 deutsche und ungarische Soldaten und Offiziere in Gefangenschaft. Gleichzeitig nahmen unsere Truppen südlich und südwestlich der Stadt Kosice im Kampf elf Ortschaften und zwei Eisenbahnstationen ein.

Auf dem Territorium der Tschechoslowakei unternahmen unsere Kämpfer eine Offensive. Östlich von Kosice leisteten die Deutschen an verbarrikadierten Straßensperren hartnäckigen Widerstand. An den Hängen des waldigen Hügellandes hatte der Gegner Artillerie und Granatwerfer aufgestellt. Am Fuß der Berge hatten die Hitleristen Sperren aufgebaut und mehrere Lauf- und Schützengräben gezogen. Nach dem Auffahren der Artillerie ging unsere Garde zur Attacke über und drang in die Lauf- und Schützengräben des Gegners vor.

An einem anderen Frontabschnitt gelang ein Frontvorstoß, wobei der Feind zerschlagen wurde. Auf dem Schlachtfeld blieben die Leichen von 100 Hitleristen zurück. Mehr als 700 feindliche Soldaten wurden gefangen genommen. Von den Deutschen wurden zwei Panzer, 18 Geschütze, zwölf Granatwerfer, 42 Maschinengewehre, viele andere Gewehre, Maschinenpistolen und verschiedenes anderes Militärgerät erbeutet.

Nordwestlich der ungarischen Stadt Miskolc gelangten mehrere Truppenverbände über den Fluß Slana. Die Deutschen zogen ihre Reserven zusammen und versuchten mehrmals unseren Brückenkopf zu zerstören. Die sowjetischen Truppenteile konnten die feindlichen Konterattacken nicht nur abwehren, sondern auch einige Ortschaften einnehmen. Im Lauf des Tages wurden an diesem Abschnitt bis zu 400 deutsche und ungarische Soldaten und Offiziere vernichtet.

In Ungarn liefen 68 Soldaten des 3. Ungarischen Husarenregiments zur Roten Armee über. Überläufer Karol Bodo erzählte: „Unser Regiment wurde in den letzten Kämpfen zerschlagen. Die restlichen 220 Mann wurden in einer Kampfgruppe vereinigt. Offiziere und Soldaten waren in niedergedrückter Stimmung. Alle verstanden, dass Ungarn bald ganz von der Roten Armee besetzt sein würde. Die Soldaten baten Fähnrich Bela Karikasz: „Unsere Truppen werden bis zur österreichischen Grenze zurückweichen, und was werden wir dann machen?“ Der Fähnrich antwortete: „Es gibt nur einen vernünftigen Ausweg: Auf die russische Seite durchbrechen.“ Am nächsten Morgen, dem 12. Dezember, warfen die Soldaten unseres Zuges ihre Waffen weg und liefen zu den Russen über. Die Deutschen, die hinter uns ihre Stellungen verteidigten, eröffneten das Feuer, doch wir erreichten die russischen Stellungen und verloren nur einen Mann. Die Soldaten des Nachbarzuges folgten unserem Beispiel.“

An der Ersten weißrussischen Front lief eine Gruppe Soldaten des ersten Bataillons des 52. Regiments der 5. Ungarischen Infanterie-Division zur Roten Armee über. Der gefangene Gefreite Sabo erzählte: Vor kurzem erhielt ich einen Brief meiner Mutter. Sie erzählte, dass die Deutschen die Ungarn ausplündern, Vieh, Lebensmittel, Kleidung, Schuhe mitnehmen würden. Ich erzählte das meinen Kameraden, und wir verabredeten, zu den Russen überzulaufen. Wir nahmen nicht nur unsere Gewehre und Granaten, sondern auch drei Maschinengewehre und vier automatische Maschinenpistolen mit und erreichten die sowjetischen Stellungen.“



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