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Die Lage an den Fronten am 21. Dezember 1944

Im Verlauf des 21. Dezembers eroberten unsere Truppen auf dem Gebiet der Tschechoslowakei östlich der Stadt Lucenec die Stadt und den Eisenbahnknotenpunkt Rimavska Sobota, die Stadt und den Bahnhof Feledince und 30 weitere Ortschaften. In Ungarn rückten unsere Truppen nordöstlich der Stadt Gyöngyös nach heftigen Kämpfen in ein gebirgig-waldiges Gelände vor und nahmen dabei 50 Ortschaften ein, darunter die Stadt und den Bahnhof Ozd.

Bei den Kämpfen nordöstlich von Lucenec und nördlich von Gyöngyös wurden 1490 deutsche sowie ungarische Soldaten und Offiziere gefangen genommen. Nordöstlich von Lucenec in der Tschechoslowakei rückten unsere Truppen weiter vor. Gefangene berichten, dass das deutsche Oberkommando den Soldaten den Befehl erteilte, um jeden Preis den Vormarsch der sowjetischen Einheiten zu stoppen. Der Gegner füllte seine stark dezimierten Einheiten mit Panzern und einer neuen Gebirgsjäger-Division auf. Unsere Einheiten durchbrachen den Widerstand der Deutschen und drangen in die Straßen von Rimska Sobota vor. Die ganze Nacht über dauerten heftige Straßenkämpfe an. Heute Morgen wurde die Stadt, ein wichtiger Verteidigungspunkt des Gegners, eingenommen. Andere sowjetische Einheiten zerschlugen zwei feindliche Bataillone und besetzten eine Reihe von Ortschaften, darunter die Stadt Feledince. Es wurden viele Trophäen erbeutet.

In Ungarn setzten unsere Truppen nördlich und nordöstlich von Gyöngyös ihren Vormarsch fort. Der Feind hatte im Matra-Gebirge eine Vielzahl von Verteidigungspunkten errichtet und darauf gehofft, die sowjetischen Einheiten hier lange festzuhalten. Unsere Truppen zerschlugen einige feindliche Bollwerke und überwanden die Gebirgsregion. Über fünfzig Orte wurden eingenommen, darunter die Stadt Ozd. Die Deutschen erleiden hohe Verluste bei den Kämpfen in dieser Region. Allein an einem Frontabschnitt wurden bis zu 400 Hitleristen ausgelöscht. Viele Gefangene wurden gemacht.

Das deutsche Kommando füllt seine Truppen im Baltikum zwischen Tukums und Libau auf. Nach den Angaben gefangener deutscher Offiziere wurden in letzter Zeit 30.000 Mann aus Deutschland in das Baltikum verlegt. Die deutschen Kommandeure ergreifen eine Reihe von Maßnahmen, um die Soldaten zu zwingen, für eine bereits ganz offensichtlich verlorene Sache zu kämpfen. Der gefangene Oberfeldwebel Otto Maier sagte: „Ich wurde aus der Luftwaffe an die Infanterie übergeben und mit einem Bataillon ins Baltikum geschickt. Als wir ankamen, sagte Oberst Bieler in einer Rede zu uns: „Bald schicken wir euch an die Front. Und es soll ja keiner von euch auf die Idee kommen, zurückzuweichen. Merkt euch, dass wir gute Standgerichte haben.“ Dieses Treffen war ein Schock für uns. Die Stimmung der Soldaten war auch vorher schon miserabel. Nach all den Drohungen wurde sie noch schlechter.“



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