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Die Lage an den Fronten am 23. Dezember 1944

Im Verlauf des 23. Dezember setzten unsere Truppen auf ungarischem Territorium ihre Offensive durch bergig-bewaldetes Gebiet nördlich von Gyöngyös fort. In den Kämpfen vom 22. Dezember nahmen sie 1.050 deutsche und ungarische Soldaten und Offiziere gefangen. Nördlich von Budapest befreiten unsere Truppen nach erbitterten Kämpfen das bergige, bewaldete Gebiet zwischen der tschechoslowakischen Stadt Sahy und der Donau und drangen bis zum Fluss Ipel vor. Westlich von Sahy schlugen sie Konterattacken großer gegnerischer Panzereinheiten zurück. Nach heftigen Kämpfen mit großen Infanterie- und Panzereinheiten wurde die Stadt Szekesfehervar eingenommen.

Am 22. Dezember vernichteten unsere Truppen 107 deutsche Panzer. In Luftgefechten und durch Flak wurden 59 Flugzeuge des Gegners abgeschossen. Bis zu 700 feindliche Soldaten und Offiziere wurden an verschiedenen Frontabschnitten vernichtet. Westlich von Sahy tobten erbitterte Kämpfe, die Ortschaften wechselten mehrmals am Tag die Besitzer. In Ostpreußen agierten unsere Kundschaftergruppen. Die Luftstreitkräfte bombardierten die Eisenbahnstationen Treuburg und Lick, vernichteten einen gegnerischen Militärzug. Die Luftstreitkräfte der Baltischen Rotbannerflotte vernichteten im südöstlichen Ostseeraum einen deutschen Transporter mit einer Wasserverdrängung von 6.000 Tonnen.

Kriegsgefangene berichten von schweren Verlusten in den deutschen Reihen in Ungarn. So erzählte der Feldwebel der 1. Kompanie des 749. Regiments der 117. leichten Infanteriedivision Johann Geller: „Im Oktober wurde unser Bataillon, das 500 Bajonette zählte, von den Russen angegriffen und zerschlagen. Wie ein Wunder überlebten 40 Soldaten und einige Offiziere. Zu Ende November war das Bataillon komplettiert und zog erneut in den Kampf. Das russische Artillerie- und MG-Feuer lichtete unsere Reihen. Innerhalb weniger Tage schmolz das Bataillon. In den Kompanien blieben jeweils 15-20 völlig demoralisierte Soldaten übrig. Mit Schrecken beobachtete ich, wie die Soldaten einer nach dem anderen außer Gefecht gesetzt wurden, und kam zu dem Schluss, dass jedweder weiterer Widerstand zwecklos ist, und ergab mich in Gefangenschaft."

Der gefangene Soldat des Pionier-Bataillons der deutschen Motorisierten Division „Feldherrnhalle“, Fritz Beiling, berichtete: „Im Verlaufe des Jahres 1944 wurde unsere Division dreimal zerschlagen. In Posen komplettierte man sie wieder und kommandierte sie nach Ungarn. Die alten Soldaten hörte ich erzählen, dass die Division „Feldherrnhalle“ einfach kein Glück hat.Man wirft sie immer mitten in die Hölle des Krieges, und einige Zeit später bleiben von ihr nur klägliche Überreste. Der Weg von Debrecen nach Budapest ist mit Leichnamen unserer Soldaten übersät. Ich überzeugte mich schon bald davon, dass das wirklich so ist. Unser Bataillon wurde in den Kämpfen vollständig vernichtet.“



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