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SowInformBüro berichtet
Die Lage an den Fronten am 29. Dezember 1944

In der Tschechoslowakei kämpften sich unsere Truppen nordwestlich von Sahy weiter durch und nahmen mehrere Ortschaften ein. Bei einem Umgehungsmanöver überfielen sowjetische Einheiten ein deutsches Infanterie-Bataillon und zerschlugen es. Auf dem Feld blieben 300 tote und verletzte Hitleristen zurück. Die sowjetischen Kämpfer erbeuteten 18 Maschinengewehre und vier Minenwerfer.

Südwestlich von Sahy waren unsere Truppen vor ein paar Tagen zum Gegenangriff übergegangen. Die Deutschen versuchten, die nach Norden vorrückenden sowjetischen Einheiten vom Nachschub abzuschneiden. Nach einem schnellen Manöver drangen unsere Panzer und Infanteristen in den Rücken der feindlichen Gruppierung vor und vernichtete sie nach erbitterten Kämpfen. Drei motorisierte Regimenter, eine Artilleriebrigade und andere Abteilungen der Deutschen wurden vollends vernichtet. Allein in den letzten beiden Tagen wurden 45 Panzer und Selbstfahrlafetten des Gegners zerstört. Die sowjetischen Einheiten bauten den Vorteil aus, indem sie über den Fluss Gron übersetzten und an seinem Westufer einen Brückenkopf bildeten.

Sowjetische Einheiten sind in den Westteil von Budapest eingedrungen und führen dort Straßenkämpfe. Der Gegner hat auf den Straßen Barrikaden und Panzersperren errichtet. In allen steinernen Eckhäusern und ihren Kellern haben sie Feuernester eingerichtet, die mit Maschinengewehren, Minenwerfern und Panzerabwehr-Artillerie ausgestattet sind. Die sowjetischen Kämpfer bilden Sturmeinheiten, blockieren die Widerstandsknoten der Deutschen und vernichten ihre Garnisonen. Unsere Einheiten überwinden Widerstand und Hindernisse und ziehen den Ring um die deutschen Truppen immer enger zusammen.

Bei den Kämpfen hat der Gegner größte Verluste. Straßen und Höfe sind voller Leichen der Hitleristen und zerstörten oder zurückgelassenen Waffen. Nach ungefähren Informationen wurden im Laufe des Tages bis zu 2.600 Soldaten und Offiziere des Gegners getötet und 30 Panzer und Selbstfahrlafetten zerstört. Es wurden 37 Geschütze, elf Panzerfahrzeuge, 30 Panzermotoren, vier Lagerhäuser und 400 Eisenbahnwaggons mit Ladung aller Art erbeutet.

Der gefangen genommene Soldat der 13. Kompanie des 979. Regiments der 271. deutschen Infanterie-Division Edmund Prassel gab an: „Mitte Dezember führten die Offiziere Gespräche mit uns zur Lage an den Fronten. Dabei teilten sie mit, dass wir bald aktiv werden würden. Kompaniechef Fuhrmann sagte, dass das deutsche Kommando vom Budapester Abschnitt aus einen Schlag in südlicher Richtung führen und die russischen Truppen abschneiden werde, die sich am Westufer der Donau festgesetzt haben. In der Nacht zum 19. Dezember kam der Regimentskommandeur Oberst von Kiermeister zu uns an die vorderste Linie. Er erklärte, die russischen Truppen würden in den nächsten Tagen in der Gegend von Dunaföldvar eingekesselt werden. Tatsächlich stellte sich dann heraus, dass nicht die russischen, sondern die deutschen Divisionen in den Kessel gerieten.“



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