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SowInformBüro berichtet
Die Lage an den Fronten am 5. Januar 1945

Im Raum Budapest setzten unsere Truppen die Kämpfe zur Vernichtung der eingekreisten deutschen Gruppierung fort. Die sowjetischen Einheiten überwinden den Widerstand des Gegners und säubern einen Häuserblock nach dem anderen von den Hitleristen. Nach Angaben von Gefangenen hat das deutsche Kommando in einem Sonderbefehl erklärt, dass, sollte ein Soldat eigenmächtig die Stellungen verlassen oder sich gefangen nehmen lassen, seine ganze Familie erschossen werde.

Zu harten Kämpfen kam es heute am Hyppodrom. Unsere Abteilungen sind in der Nacht dorthin vorgedrungen. Die Deutschen benutzen die Anlage als Landeplatz für ihre Transportflugzeuge. Der Feind wollte den Status Quo wiederherstellen und unternahm dazu mehrere starke Gegenangriffe, was aber keinen Erfolg brachte. Auf dem Kampffeld blieben 300 feindliche Leichen und vier ausgebrannte deutsche Panzer zurück.

Nordwestlich von Budapest versuchten die Deutschen mit Panzern und Infanterie zu ihren in der ungarischen Hauptstadt eingeschlossenen Truppen durchzubrechen. Der Gegner ging in Gruppen von 25 bis 30 Panzern mehrmals zum Angriff über. Wenn sie an einem Abschnitt erfolglos bleiben, greifen die Deutschen an einem anderen an, um eine Schwachstelle in der sowjetischen Verteidigung zu finden. Insgesamt nahmen bis zu 300 Panzer des Gegners an den Angriffen teil. Unsere Infanteristen, Artilleristen und Panzerbesatzungen wehrten alle feindlichen Attacken erfolgreich ab.

Einzelne Panzergruppen des Gegners, die in die Stellungen der sowjetischen Abteilungen eindrangen, wurden eingekreist und vernichtet. Nach vorläufigen Angaben wurden innerhalb eines Tages mehr als 3.000 Hitleristen vernichtet. 514 deutsche Soldaten und Offiziere wurden gefangen genommen. Unter ihnen sind Soldaten der SS-Panzerdivisionen „Wiking“ und „Totenkopf“, die erst vor kurzem an diesen Frontabschnitt geworfen worden waren.

Unsere Luftwaffe unterstützte die Handlungen der Bodentruppen und zerstörte bei Bomben- und Sturzkampfangriffen Gerät wie Mannschaften des Gegners. Mehrere Panzer und 120 Wagen mit Infanterie und Gütern wurden zerstört, das Feuer von zehn Artillerie- und Minenwerfer-Batterien wurde niedergehalten und außerdem wurden in den Stellungen des Gegners viele Brände entfacht.

Der zur Roten Armee überlaufene deutsche Soldat Billi Fegner erzählte: „Im Sommer war ich im KZ Sachsenhausen, wo ich eine Strafe absitzen musste. Damals befanden sich dort Zehntausende Gefangene. Unter ihnen waren 6.000 Deutsche, die anderen waren Russen, Franzosen, Engländer, Polen, Tschechen, Jugoslawen und andere. Täglich töteten die SS-Leute Hunderte von Gefangenen, aber das Lager war immer überfüllt, denn ununterbrochen kamen neue Partien hinzu.“

Der französische Überläufer und ehemalige Soldat der SS-Division „Polizei“ Charles Rougier, der im Lager Dachau einsaß, berichtete: „Ich saß mehr als ein Jahr in Dachau. Am 15. Juni 1944 waren mehr als 40.000 Gefangene dort. Unter ihnen konnte man Vertreter aller europäischen Nationalitäten antreffen. Im Kiefernpark befand sich das Krematorium, wo die Leichen der erschossenen und erhängten Gefangenen verbrannt wurden. Ende Juli begann man mit dem Bau eines zweiten Krematoriums.“ Zum Schluss erklärte der Überläufer: „Wer in den deutschen Lagern war, wird sich daran sein Leben lang erinnern. Deutschland ist heute ein Gefängnis für alle freien Völker. Ich möchte mich an den deutschen Gefängniswächtern für alle ihre Verbrechen rächen, die sie den Völkern Europas und meiner Heimat angetan haben.“



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