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SowInformBüro berichtet
Die Lage an den Fronten am 11. Januar 1945

In Budapest führten unsere Truppen Straßenkämpfe. Die sowjetischen Sturmabteilungen greifen den Gegner ununterbrochen an und säubern einen Block nach dem anderen von den Hitleristen. Unsere Truppen bewegen sich unter Kämpfen weiter fort und haben bereits den gesamten Nordostteil der Stadt eingenommen. Dabei wurden viele Industriebetriebe besetzt. Besonders hart wurde die Zementfabrik umkämpft. In der Nacht hatte die Abteilung unter Oberleutnant Schkreda mehrere Häuserblocks gesäubert und die Fabrik von Westen her angegriffen. Die Hitleristen leisteten erbitterten Widerstand, wurden aber vernichtet. An einem anderen Abschnitt haben unsere Garde-Abteilungen eine Garnison des Gegners, die den Rangierbahnhof Rakosi verteidigte, abgeschnitten und dann völlig vernichtet.

Im Stadtzentrum säubern unsere Truppen Straße für Straße vom Feind. Sie nähern sich immer mehr dem Ufer der Donau und ziehen den Einkreisungsring damit immer enger. Der Gegner zieht sich zurück und hinterlässt viele Leichen seiner Soldaten und Offiziere, viele Waffen und Militärgüter. Eine einzige Abteilung vernichtete im Laufe des Tages bis zu 400 deutsche Soldaten und Offiziere sowie fünf Panzer und Selbstfahrlafetten.

Gefangen genommene deutsche und ungarische Soldaten berichten von der sich immer sich immer mehr verschlimmernden Lage der in Budapest eingeschlossenen deutsch-ungarischen Truppen. Die deutsche Führung vertraut ihren Soldaten nicht. Die Gefangenen erzählten, dass sich hinter ihren Abteilungen Gruppen der SS befanden. Diese SS-Gruppen hatten den Befehl, jeden zu erschießen, der versucht, sich zu ergeben.

Die Bewohner der von den deutsch-faschistischen Eroberern befreiten Gebiete in der Tschechoslowakei begrüßen die Rote Armee mit großer Freude. Die Bäuerin des Dorfes Ladomirov, Maria Boicikova erklärte: „Die Deutschen haben uns ausgeraubt und uns aus den Häusern vertrieben. Die Bevölkerung hat die russische Armee voller Ungeduld erwartet. Jetzt sind frohe Tage für uns angebrochen.“ Ein anderer Dorfbewohner sagte: „Ihr, die russischen Soldaten und Offiziere, macht eine wunderbare Sache. Ihr schlagt die Deutschen und verjagt sie von unserer Erde.“

Aus mehreren frontnah gelegenen Gebieten hatten die Deutschen einen Großteil der Bevölkerung gewaltsam verschleppt. Im Dorf Ladomirov gab es 170 Familien, geblieben sind 30; im Dorf Vagrinec waren es 40 Familien, heute sind nur noch 20 dort. Aus den Dörfern Kraina-Poljana und Visni Svidnik haben die Deutschen restlos alle Menschen verschleppt. In Presov hatten sie ein Sammellager eingerichtet, von wo sie die friedlichen Einwohner zur Zwangsarbeit nach Deutschland schickten. Viele Bewohner sind vor den Deutschen geflüchtet und hatten sich bis zur Ankunft der sowjetischen Truppen in den Wäldern versteckt.

Der 67 Jahre alte Bauer Ivan Krivko aus dem Dorf Kraina-Carno ging auf eine Gruppe sowjetischer Soldaten zu, verneigte sich vor ihnen und sagte: „Danke, Brüder!“ Dann erzählte Ivan Krivko: „Die deutschen Banditen haben mein Haus abgebrannt, haben das ganze Vieh und alles Getreide weggenommen und mich und meine Kinder nach Westen verschleppt. Auf der Fahrt bin ich vor den Deutschen geflüchtet und nach Irrwanderungen durch die Wälder in mein Dorf zurückgekehrt. Ich fühle es mit dem Herzen, dass meine Kinder auch aus der faschistischen Gefangenschaft heimkommen werden.“

Die Bevölkerung der befreiten Gebiete der Tschechoslowakei leistet den Abteilungen der Roten Armee jede nur erdenkliche Hilfe.



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