Ein Projekt von: aktuell.ru, RIA Nowosti und Echo Moskaus
SowInformBüro berichtet
Die Lage an den Fronten am 4.November 1944

Foto: Iwan Schagin  - RIA Nowosti ArchivIm Laufe des 4.November wehrten unsere Truppen in Ostpreussen, nördlich der Stadt Goldap erfolgreich die Angriffe der Infanterie und Panzer des Gegners ab und verstärkten ihr Positionen. Die Truppen der 2.Ukrainischen Front nahmen zwischen den Flüssen Theiss und Donau über 40 Ortschaften ein. Am 3.November hatten unsere Truppen 41 deutsche Panzer vernichtet. Nahe der Stadt Goldap in Ostpreussen erneuerte der Gegner am Morgen seine Angriffe.

Nördlich der Stadt Goldap unternahmen deutsche Panzer und Infanterie über 10 Vorstösse, von denen keiner erfolgreich war. Die Sowjetischen Einheiten fügten ihnen grosse Verluste zu. Südlich der Stadt Goldap führten unsere Truppen schwere Gefechte mit starken Kräften des Gegners. Am frühen Morgen gelang es dem Gegner, unsere vorgeschobenen Einheiten zurückzudrängen. Am Nachmittag unternahmen unsere Infanteristen schwere Flankenangriffe. Sie warfen nicht nur die Deutschen zurück, sonder verbesserten auch ihre Positionen. In Laufe von zwei Tagen musste der Gegner schwere Verluste an Waffen und Truppen hinnehmen.

Die Truppen der 2.Ukrainischen Front setzten ihre erfolgreichen Angriffe fort. Sehr schlechtes Wetter behinderte die Aktionen der sowjetischen Einheiten. Schwere Regenfälle spülten die Strassen fort und verwandelten die Felder in tiefen Morast. Trotz aller Schwierigkeiten rückten unsere Truppen weiter vor. Im Laufe des Tages wurden mehr als 1.000 deutsche und ungarische Soldaten und Offiziere in Gefangenschaft genommen.

An der 2.Ukrainischen Front laufen Bewohner der Karparten, die in die ukrainische Armee gezwungen wurden, zur Roten Armee über. Der Überläufer Petro P. aus dem 3.Regiment der 1.ungarischen Kavalleriedivision berichtet: „Früher haben sich die Ungarn mit den Deutschen verbrüdert. Sie hofften truhenweise Trophäen nach Haus bringen zu können. Wo die Deutschen aber jetzt Niderlagen erleiden und der Krieg nach Ungarn übergesprungen ist, sagen die ungarischen Soldaten oft: „Es war wohl ein Fehler, sich mit den Deutschen zu verbünden.“

Der Überläufer Wassili P aus dem 78.Ungarischen Pionier-Batallion sagte aus: „Am 17.Oktober war ich in Budapest. Es gibt dort viele deutsche Bewohner. Viele von ihnen sind auf der Flucht vor der Allierten Luftwaffe aus Deutschland nach Ungarn übergesiedelt. Die Deutschen fühlten sich in Budapest wie zu Hause. Sie sagten, Budapest sei eine deutsche Stadt. Mit dem Heranrücken der russischen Truppen in Richtung Budapest flüchten die Deutschen in Panik nach Österreich und Deutschland.“

SowInformBüro

Zum kompletten Frontbericht von SowInformBüro auf Russisch geht es hier >>>


Alle deutschen Übersetzungen der SowInformBüro-Berichte >>>
Kriegsende-Banner für Ihre Website

Dies ist ein Projekt von Russland-Aktuell, RIA Nowosti und Radio Echo Moskaus
Weitere Verwendung im Internet nur mit Quellenangabe und Link zu
kriegsende.aktuell.ru
© .RUFO; © RIA Nowosti