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Die Lage an den Fronten am 22. Januar 1945

Die Truppen der 3. Weißrussischen Front setzten ihre erfolgreiche Offensive fort. Der Gegner stützt sich auf mächtige Verteidigungsstellungen und leistet darum hartnäckigen Widerstand und geht immer wieder zu Gegenangriffen über. Die sowjetischen Infanteristen und Panzerbesatzungen vollzogen ein Umgehungsmanöver, durchbrachen von Norden her die Verteidigungsanlagen des Insterburger befestigten Gebiets und stießen zum Fluss Pregel vor. Ohne dem Feind zu erlauben, zur Besinnung zu kommen und sich neu zu ordnen, setzten unsere Abteilungen sofort über den Fluss über und nahmen heute Morgen die Stadt Insterburg ein, an der sich Fernstraßen und sieben Eisenbahnlinien kreuzen. Damit haben unsere Truppen einen weiteren wichtigen Widerstandsherd der Deutschen in Ostpreußen zerschlagen. Bei den Kämpfen um Insterburg verloren die Deutschen bis zu 2.000 Soldaten und Offiziere an Gefallenen. Nach unvollständigen Angaben haben unsere Abteilungen neun Panzer, 46 Feldgeschütze und mehr als 500 Gefangene erbeutet.

Die Truppen der 2. Weißrussischen Front rückten in das Innere von Ostpreußen vor. Die sowjetischen Abteilungen bewegen sich auf schwierigem Wald- und Sumpf-Gelände voran und sind unter Kämpfen bis vor Allenstein vorgerückt. Die Hitleristen haben diesen wichtigen Verkehrsknotenpunkt an der Eisenbahnlinie Insterburg-Poznan hartnäckig verteidigt. Im erbitterten Kampf haben unsere Truppen große Kräfte des Gegners zertrümmert und die Stadt Allenstein eingenommen. Andere sowjetische Einheiten haben die Städte Osterode und Deutsch-Eilau besetzt. Mehr als 600 Soldaten und Offiziere des Gegners wurden gefangen genommen.

Die Truppen der 1. Ukrainischen Front verstärkten die Offensive auf dem Gebiet von Deutsch-Schlesien. Der Gegner schafft ununterbrochen frische Kräfte heran und wirft sie auf der Stelle in die Schlacht. Besonders erbitterte Kämpfe gab es an den Zufahrtswegen nach Groß-Strelitz. An den östlichen Zufahrten hatten die Deutschen Bunker mit gepanzerten Gefechtsstellungen errichtet. Unsere Panzer und Infanterie umgingen die Stützpunkte der feindlichen Verteidigung mit einem klugen Manöver und besetzten nach einem schnellen Vorstoß die Stadt.

In einem Wald wurde eine bewaffnete Gruppierung des Gegners liquidiert. Im Laufe des Tages wurden bis zu 4.000 Hitleristen vernichtet. Auf dem Schlachtfeld wurde die Leiche des Kommandeurs des 56. Deutschen Panzer-Corps General-Leutnant von Block entdeckt. Unter den Gefangenen sind der Kommandeur und der Stabschef der 10. Deutschen motorisierten Division.



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